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l letztere hätten als die regelrnässig schr unbedeu­ `
K tenden Dienstleistungen, iür die das Trinkgeld im
L Leben entrichtet zu werden pflegt.
· 2) Der Massstab, nach dem diese Dienstleistun-
gen mittelst des Trinkgeldes gewerthet werden, F
steht in gar keinem Verhältniss zum Werth
' derselben, d. h. zu dem Aufwande von Kraft
und dem sonst üblichen Lohnsatzg es iindet in
dieser Beziehung das schreiendste Missverhaltniss
statt.
[ 3) Eine Berechtigung hat das Trinkgeld nur
da, wo es eine Vergütung für eine Leistung ent-
l halt, die man, sei es überhaupt nicht, sei es wenig­
i stens nicht in der gewünschten Weise, beanspruchen
i` kann. Bei der hier zur Betrachtung stehenden
Arti des Trinkgeldes fallt dieser Grund hinweg,
dasselbe enthält eine Vergütung für etwas, was
man bereits bezahlt hat, ein reines Superfluuin.
Das Motiv, waruin man es entrichtet, ist weder
Billigkeit noch Wohlwollen, sondern lediglich die
· Unterwerfung unter das Zwangsgebot der Sitte.
Diese Sitte aber ist eine Unsitte. Das Trinkgeld
in der obigeu Gestalt ist nichts als das Cmjous
’l7Z0’I‘t’ll‘ll·7'l’L des Egcismus -­ der ursprüngliche Zweck
wird dadurch nicht mehr erreicht, der Egoismus A
_ des einen Theiles ist durch den des anderen um
den vorübergehend erzielten Gewinn gebracht.
4) Die Kostspieligkeit und
5) Die Unbestirnmtheit desselben.
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