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übermässig hoch _oder billig ausgefallen ist. Kurz,
Niemand, der sich auf Reisen begiebt, ist im Stande,
_ schon bei sich zu Hause die Trinkgelderfrage durch
. F eststellung eines ein- für allernal bestimmten
Satzes abzuthun.
So begleitet ihn denn die Trinkgelderfrage auf
der ganzen Reise, sie haftet sich an jede Wirths-
hausrechnung, die er zu bezahlen hat, an
· jeden der vielen dienstbaren Geister, mit denen
er im Gasthof in Berührung getreten ist - hier
kaum abgemacht, taucht sie dort sofort von Neuem
_ wieder auf. Ich kann mir eine angenehmere Reise-
begleiterin denken! Ich meinerseits würde gern
W _ zu der Summe, die ich im Gesainmtbetrage auf
" der Reise an Trinkgeldern zu verausgaben habe,
· noch ein Beträchtliches zulegen, wenn ich dainit
t der widerwartigen Beinessung desselben in jedem
I einzelnen Fall überhoben ware.*
Unbestimmtheit also ist das Wesen des Trink-
geldes, unser oc ist eine variable, stets im einzelnen
,i Fall zu suchende und zu bestimmende Grösse, es
I ist das ac der Arithmetik, die unbekannte Grösse,
welche erst auf dem Wege der Berechnung ge-
funden werden niuss, nur mit dem Unterschiede,
°" Ein Freund von mir hat sich eine eigene ,,Aergerkasse"
für Reisen eingerichtet, die alle Ausgaben auf Reisen zu be-
streiten hat, die ihn ärgern könnten. Die Aergerkusse niniint
ihm den Aerger ab, sie selber ärgert sich nur eimnal, wenn
sie gefüllt wird. Sie ist für die Trinkgelder wie geniacht.
Y?