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Seite der Entwickelung, welche sie mit jeder an-
_ deren Preissteigerung theilt und die man, da sie
durch eigene Schuld des Publikums bevvirkt wor-
den ist, als verdiente Strafe in den Kauf nehmen _ _
rnuss. Die Sache hat vielrnehr noch eine a.ndere
Seite, welche das Trinkgelderwesen nicht zu einer
bless kostspieligen, scndern zu einer persönlich lasti-
gen, recht unleidlichen Einriehtung stempelt.
IX.
Das Geben der Trinkgelder ist kein Zahlen.
Beim Zahlen weiss man genau, wie viel man zu ­ `
zahlen hat, beim Trinkgeld nicht, dasselbe ·muss
vielrnehr immer erst iin einzelnen Fall festgestellt I,
werden, und eben darauf beruht der unleidliche
Charakter desselben iin Gegensatz zur Zahlung. ' '
Die Bestirninung des Trinkgeldes ist Sache des i_
individuellen Falles, es bedarf dazu erst der Ueber-
legung, und der Mann, der nicht gevvchnt ist, sein
Geld einfach wegzuwerfen, wird dabei stets zwi­ ç
schen die Alternative des Zuviel oder Zuwenig _
gestellt ­- er vvill nicht zu viel, aber er scll nicht
zu wenig thnn. Wie variirt das Zuviel und Zn- i
wenig nach Verschiedenheit der Länder, Gegenden,
Gasthöfe, und ven welchem Einfluss ist dabei der
Uinstand, ob inan eine aufmerksarne 0der nach-
lassige Bedienung gefunden hat, mit dem Gasthcfe
selber zufrieden gewesen ist, cb die Rechnung
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