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irgend etwas Ungewöhnliches in Bedienung, Speise,
. - Trank erreichen will, muss zu diesen drei Posten
noch einen vierten: einen Ueberschuss des Trinkgel­
, i des über das allgemein übliche Mass, hinzufügen ­­
_ W das Trinkgeld in seiner ursprünglichen Gestalt.
` Es möchte noch darum sein, wenn C., der
l seine Hand nach Trinkgeld ausstreckt, nur eine
-` einzige Person ware! Aber hinter C. versteckt
sich in Wirklichkeit eine ganze Schar von Per-
2 sonen: der Portier, der Oberkellner, der Zimmer-
l kellner, der Kellner im Gastzimmer, der Haus-
knecht, das Stubenmädchen, der Kutscher vom
` Hotelomnibus, der uns die Sachen an den Warte­
W saal der Eisenbahn bringt; in wohlorganisirten
, , Hotels zieht sich der Hausknecht, der dies ebenso
gut loesorgen könnte, bei unserem Verlassen des
­, ‘ Gasthofes rücksichtsvoll zurück, um auch dem
Kutscher seinen Anthcil am Trinkgeld zukommen
k zu lassen.* Es fehlen nur noch Koch und Köchin,
l um das Bild eines ökonomischen Spiessruthen-
i laufens beim Verlassen des Gasthofes vollstäudig
zu machen.
Mit der Vertheuerung der Preise allein ist es
S dabei nicht gethan. Das ist bloss die ökonomische
In einem Hotel an einem der oberitalischen Seen, in
W dem ich mich vor Kurzem einige Tage aufhielt, gesellte sich
‘ 11och der Gärtner mit einem Blumenstrauss hinzu -­ eine Blu-
P mensprache, der man die Eigenschaft, verständlich zu sein,
J nicht absprechen konnte; ich war dort genöthigt, ein sieben­
ïl faches Trinkgeld zu zahlen.
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