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lceiner brauchte den landeren zu beneiden - der
_ Friede war hergestellt. Allerdings auf Kosten eines
E Dritten, aber die Geschichte zeigt, dass ähnliche
l Friedensschlüsse selbst auf völkerrechtlichem Gebiet
nicht ungewöhnlich sind. Es ist eine Ungenauig-
; keit, wenn man den Satz aufstellt: ·Dzt0Z>us Ziti_qcm·
W tibus tcrtius gctudet (: Wenn Zwei sich streiten,
i U lacht der Dritte ins Faustchen), die volle Wahrheit .
erfordert, ihin den Satz zur Seite zu stellen: Daw-
Zms Zitigcmtibus tcrtius clolet (:2 Wenn Zwei sich ·
· streiten, hat der Dritte die Zeche zu bezahlen,
oder in völkerrechtlicher Terminologie ausgedrückt:
` liefert er das Ansgleiclinngsobjectj. Es ist inter-
essant, zu constatiren, dass dieser Satz selbst in
( .so niederen Regionen, wie es die des Trinkgelder-
i · Wesens ist, seine Wahrheit behauptet -­- die Inter-
ressenversöhnung zwischen dem Wirth und dem
Dienstpersonal ist historisch dadurch bewirkt wor-
den, dass der Gast das Ausgleichungsobject lieferte.
W VIII.
Sehen wir uns jetzt die Lage des Gastes, über
dessen Kopf hin der Frieden zwischen beiden
i Theilen abgeschlossen ward, einmal etwas naher
1 an. Wir vergleichen dieselbe, wie sie sich infolge
der oben geschilderten historischen Entwickelung
igestaltet hat, mit der ursprünglichen vor Ein-
, führung des Trinlcgeldes. Damals reichte das
* Trinkgeld (mj des A. vollkommen aus, um die
j T. .I/zering, Das rnukgeia. 3
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