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das durch diese Neuerung um seine bisherigen
Ansprüche auf das 'Trinkgeld gebrachte Dienst- p .
personal. Es theilte die Eigenthümlichkeit depos-
sedirter Landesherren, seine Ansprüche nicht ver- .
gessen und sich mit der veränderten Gestalt der
Dinge nicht befreunden zu können, und es sorgte
gleich ihnen dafür, seine historischen Ansprüche 4 _
in Erinnerung zu erhalten. Nur mit besserem Er- i
folg! Der Protest eines Prätendenten gleitet an
der rauhen Wirklichkeit spurlos ab, da ihm die
Macht fehlt, demselben Nachdruck zu verschaffen; '
dem Protest der Trinkgeldspratendenten gegen die _
neue Einriohtung fehlte dieser Nachdruck nicht.
Die Mittel, durch welche sie es seiner Zeit ver-
standen hatten, ihre Ansprüche auf das Trinkgeld (
zuerst praktisch durchzusetzen, bewahrten auch *
bei diesem Angriff auf dieselben ihre alte Branch-
barkeit. Das Ende Wal`, dass die Gäste sich in
die Lage versetzt sahen, neben dem, ,,Servis", das
der Wirth für sich beanspruchte, noch dem Dienst- nl
personal ein ,,Trinkgeld" zu gewahren. Die ganze
Veranderung bestand also clarin, dass das Trink­ W;
geld unter dem Namen des Servis einen neuen ·
Schössling getrieben, ,,gejungt" hatte - die Ein- 1
. richtung, die dasselbe aus der Welt schaffen sollte,
hatte es verdoppelt!
So Waren die Interessen des Wirths und des
Dienstpersonals in harmonischer Weise vereinigt, t
jeder von beiden Theilen hatte, was er wünschte, ­
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