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~­­ zugleich ein schlagender Beweis für das enorme
Missverhältniss, in dem die Dienstleistungen dieser
Personen im Vergleich zu ihrem ökonomischen g
Werth und zu den Leistungen anderer Personen {
durch das Trinkgeld vergütet werden. Die Wirthe
wussten auch hier Rath: eine Goldgrube, die man
nicht selber ausbeuten kann und die man genöthigt
ist einem Anderen zu überlassen, kann wenigstens
Pachtzins tragen - auch der Goldgräber in Cali- u
fornien hat für seinen Platz eine Abgabe zu ent-
richten. So Wurden die einträglichsten Posten in ;
dem Gasthofsbergwerkz die der Oberkellner, Zahl-
kellner, Hausknechte, verpachtet, und es erschloss i
sich für die Wirthe daraus eine Einnahmequelle,
deren Ertrag nicht selten in die Tausende geht. ’
Trotzdem warf sie auch dem anderen Theil noch i
ganz erkleckliche Summen ab; mir sind Fälle be-
kannt, dass Hausknechte sich von dem in dieser ,
Weise bereits vorher decimirten Ertrage ihrer
Trinkgelder die grössten Gasthöfe kauften.
Das Problem war aber auch damit noch nicht .
vollständig gelöst, es gab noch ein anderes Mitte],
das gleichfalls einen grossen Erfolg versprach.
Wie unangenehni für den Reisenden, sagte unser
ingeniöser Gastwirth - ich erlaube mir die Be-
merkung einzuschalten, dass es kein Semite war;
unsere Gastwirthe sind sämmtlich echt germanischer _
Race-, jedesmal die Trinkgelderfrage entscheiden
zu sollen, ich will ihn der Mühe überheben, indem
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