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Bereitschaft haben wird. Warum nur bei ihnen, gyn
warum nicht in allen Fallen, wo C. zur Beschaifung {K1
der Leistung des B. an A. mitwirkt? Wenn es
billig ist, dass C. dafür eine Vergütung erhält, so .'
müsste man im Gasthof gleichwie dem Kellner
i so auch dem Koch, dessen Leistung man vielleicht ,
viel mehr Ursache hat zu schätzen als die des
Kellners, ein Trinkgeld geben, und der Zuschneider .
beim Schneider würde einen grösseren Anspruch _ i
darauf erheben können als der Lehrling, der bloss
den fertigen Rock überbringt. ·
Damit haben wir die erste Voraussetzung ge- E
nannt, an welche die Sitte das Geben des Trink- is
geldes knüpft: dasselbe wird nur an diejenigen S
Personen entrichtet, mit denen wir durch unser ·,‘
Contractsverhältniss zu B. in unmittelbare Berüh-·
rung getreten sind (nprcesens pmasevzti cZc¢t", um i
die Worte eines römischen Juristen für ein ande- J
res Geschäft heranzuziehen), die übrigen, welche ’
dabei für uns nicht sichtbar werden, hinter den .·
Coulissen bleiben, werden nicht beachtet. Und
doch hèttten sie vielleicht einen viel grösseren
Anspruch auf die Bethätigung unserer Erkennt- "
lichkeit. Der Setzer, der das schwer lesbare ‘
Manuscript eines Schriftstellers mit Mühe und
Anstrengung entziifert hat, hätte gewiss eine Ver-
gütung für seine Mühewaltung verdient, aber der `
Schriftsteller kommt mit ihm nicht in persönliche E
Berührung. Unser erstes Kriterium für das Trink- ·
S