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I terein auf einer Linie steht (d. i. eine rechtlich
I nicht zu beanspruchende V ergütung für erwie-
ä sene Dienstleistungen), denn der Beamte erhalt
‘ . keinen Lolin, scndern Gehalt,* und demgemäss
als Ersatz clesselben cder als Zuschlag zu dem-
selben kein Trinkgeld, sondern Remuneraticn.
III.
· Das Trinkgeld kommt im Leben in mannig-
faltigen Gestaltungen vor, die ich auf drei Grund-
_ l formen glanbe zurückführen zu können.
Die erste ist die der Vergütung für kleine
* Dienstleistungen des taglichen Lebens, die regel-
*1 mässig als Gefalligkeiten erwiesen werden (Gefallig­
l keitstrinkgeld). Es weist uns in einer fremclen Stadt
Jemand den Weg, bringt uns eine Sache nach,
die wir vergessen haben u. s. w. Ihrer Natur
und Bestimmung nach schliessen diese Dienstlei­­
" stungen die Vergütung aus, sie werden erwiesen
.ï mit dem Bewusstsein und der Absicht einer Ge-
A fälligkeit und sollen auch von dem anderen Theil
als solche entgegengenommen werden. Es ist ein
falscher Stclz, sich dieselben nicht gefallen lassen
zu wollen und in der Annahme derselben eine
Demüthigung zu erblicken, die man sich durch das
* Worauf der Unterschied beider beruht, habe ich an dem
oben angegebenen Ort ausgeführt. ,