HomeDas TrinkgeldPagina 12

JPEG (Deze pagina), 543.82 KB

TIFF (Deze pagina), 5.11 MB

PDF (Volledig document), 35.12 MB

..- 10 _.
das Honorar. Mit diesem wissenschaftlichen Zweck V
verbindet dersclbe aber zugleich den pralctischenz i
. einer Agitation gegen die Ausartung des Trinl<­ i
geldergebens, wodurch dasselbe zu einer wahren ‘.
Plage des gesellschaftlichen Lcbens geworden ist. _
Nach dieser Seite hin wendet sich derselbe an l
das grössere Publikum, um es für diese Agitation
zu gewinnen, und diese Riicksicht ist für Ton, l
Haltung und Aufnahme des durch diesen Zweck
bedingten Stoffes rnassgebend gewesen.
Ich schicke einige wenige Worte über Sitte und
Unsitte voraus. =
I.
Eine allgemein übliche Art des Handelns be- *
zeichnen wir als Volksgewolinheit. Gesellt sich
zu ihr das Moment der social verpflichtenden
Kraft hinzu, so wird die Gewohnheit zur Sitte,
steigert sich diese verpflichtende Kraft zur recht-
lichen, so zum Gewohnheitsreclit; die Sitte wird '
durch die Gesellschaft mittelst der moralischen W
Zwangsgewalt der öffentlichen Meinung, das Ge- ii
wohnheitsrecht durch die Staatsgewalt niittelst 1
itusseren Zwanges realisirt. J
Sitte und Recht gehören zu den überall sich i
wiederholenden F ormen der gesellschaftlichen Ord­
nung, ihr Dasein und ihre Daseinsberechtigung ist
mit dem Bestehen der Gesellschaft gegeben. Dies ’
schliesst aber nicht aus, dass ihr Inhalt ausnahms­
W