HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 66

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64 Bemerkungen.
ergab. Das relative Verhältniss zwischen beiden Geschlechtern würde S
also auch bei dieseni Autor dasselbe sein, wie beiden andern Untersuchern.
19. Man vgl. iiberdiesen Punkt das unter2citirte Werk vonS zokalski. 5
` 20. Derartige Farbentafeln zur systematischen Erziehung des Far- ’
bensinnes sind entworfen worden von Band, Lehrcr an der I. Bürger- ï
schule in Leipzig; von Dr. Pateck, Schulrath in Prag; von Hirrlin- T
ger, Maler in Stuttgart. Der letztere hat seiner Tafel noch eine kleine
Broschüre unter dem Titel: Leitfaden zu der Prüf`ungs­ und
Uebungstafel zur Untersuchung des Farbensinnes und zum
Schutze vor Farbenblindheit. Stuttgart 1878 bei Paul Moser,
beigegeben. Allen diesen Tafeln muss es in erster Linie zum Vorwurf
gemacht werden, dass sie den eigentlichen Zweck, sowie die physiolo-
gische Bedeutung und die Leistungsfähigkeit eines systematischen Farben-
unterrichts nicht enügend betoneu. Dies ist aber durchaus nothwendig, 1
wenn nicht der önterricht falsch beurtheilt und dicreditirt werden soll. j
21. Stellwag von Carion. Lehrbuch der praktischen Au-
gen heilkunde. Wien 1867 p. 773. Einsehlägige Citate finden sich
auch bei Szokalski p. 114.
22. Fabre. Daltonisme. Arch. génér. 1878. p. 371.
23. Cohn und Macrnus. Untersuchuug von 5000 Schulkin-
dern in Bezug auf ï`arbenblindheit. Centralblatt für prakt. Au-
gcnheilkunde. 1878. p. 97.
24. Die Hypothese einer allmählichen Entwickelung des Farbensinnes
iindet sich in einzelnen Andeutungen bereits bei A. von Hu mboldt und té
Goethe; eine genauere Begründung dieser Theorie wurde zuerst von
Gladstone. Studies on Homer and the Homeric age. Oxford "
1858 versucht. G eiger entwickelt diese Hypothese weiter in seinen VVer-
ken: Zur Entwiekelungsgeschichte der Mensehheit. Stuttgart j
1871 und: Ursprung und Eutwickelung der mensehlichen _
Sprache und Vernunft. Stuttgart 1872. lm Jahr 1877 wurde dieser Q
Gegenstand von Magnus. Die geschichtliche Entwickelung des gg
Farbensinnes, wieder aufgenommen und uachzuweisen gesucht, dass
in den frühesten Entwiekelungsperioden der Mensch nur Roth und Gelb
empfunden und die Erkenutniss von Grün, Blau und Violett sich erst i
später entwickelt habe. Eine französische Uebersetzung dieser letzteren `
Arbeit mit einer die Berechtigung der Theorie erörternden, längeren Ein-
leitung ist vor Kurzcm von dem Bibliothekar der Nationalbibliothek in
Paris, Herrn Jules Soury herausgegeben worden; diese Uebersetzung
t1·ägt den Titel: Magnus. Histoire de l’évolution du sens des
’ couleurs. Avec uneintroduction parJulesSoury. Paris1878.
, Die Theorie einer Entwickelung des Farbensinnes muss natürlich, da
ihr kein anderes Material zurVcrf`ügung stcht, an die sprachlichen Gebilde ;·
anzuknüpfen suchen, wie dies G ladstone in seiner Arbeit: Der Far-
biensinn. Breslau 1878 in sehr geschickter Weise gethau hat, Q
25. Horner, Mittheilungen aus der ophthalmologischcn .
Klinik. Amtliche1· Bericht über die Verwaltung des Medicinalwesens
des Kanton Zürich vom Jahre 1876.
. 26. Vergl. den unter N0. 13 citirten Bericht p. XLI.
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Druck von Robert Nischkowsky in Breslau.

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