HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 62

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60 nie Ei-biïmat de r‘.»u·1mb11i,d1wit.
' Natürlich schliesst aber dies Gesetz die Möglichkeit
nicht aus, dass auch noch andere Foitpflanzungsarten
des Daltonismus existiren, so habe ich z. B. in einzelnen l
Fallen mitvoller Gevvissheitnachvveisen können, dass ein
farbenblinder Vater auch farbenblinde Söhne gezeugt
hat. Ich kenne z. B. im Augenblick zwei Falle, in denen *
ein farbenblinder Vater zwei farbenblinde Sohne hatte. á
Bei dieser so ausgesprochenen Neigung des Dalto-
nismus, sich auf dem Wege der Vererbung fortzupflan­
zen, muss sich derselbe natürlich unter Umstanden in
einzelnen Familien förmlich einnisten können; so ist
mir z. B. eine Familie bekannt, welche fünf Kinder
besitzt, vier Knaben und ein Madchen, von denen die 5
sammtlichen vier Knaben farbenblind sind und zvvar in
hohem Grade, vvährend dagegen das Madchen einen
normalen Farbensinn besitzt. Eine andere Familie wie- ‘f
der hat drei Söhne, welche sammtlich farbenblind sind,
Ob auch die Vervvandtschaft der Eltern einen Ein- E
' fluss auf die Entvvickelung der Farbenblindheit haben L
kann, vvie dies bei gevvissen anderen Gebreehen nach- {
gevviesener Massen der Fall ist, wage ich nicht zu J
unterscheiden. Zvvar standen die Eltern einzelner,
von mir untersuchter Daltonisten in einem verwandt­ ë
schaftlichen Verhaltniss zu einander, waren Cousin &
` und Cousine, doch verfuge ich über viel zu wenige der-
artige Beobachtungen, um aus ihnen einen irgendvvie {Q
· verlasslichen Schluss ziehen zu dürfen. r
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