HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 59

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S und wm miiavatxusiiai Eagciimaaiiiiachimitai. 57
’h i anderen Factor kennen, der vielleicht doch eher im "
d ; Stande ware eine erschöpfende Erklarung jener eigen-
l¤ thümlichen Thatsache zu geben, und dieser Factor ist
H in der ausgesprochenen Erblichkeit des Daltonismus
‘· zu suchen. Wenn, wie wir sogleich eingehender dar-
‘> F legen wollen, die Farbenblindheit in hohem Grade erb-
" ’ j lich ist, ihre Fortpflanzung in einer überraschend hä,ufi­ ­
’» V gen Weise auf dem Wege der Vererbung geschieht, so
F l ist es sehr natürlich, dass grade die Juden, welche W
J I schon durch J ahrhunderte hindurch sich von einer Ver-
5 ig mischungmitfremdem Blut ziemlich energisch abschlies­
‘ sen und hauptsachlich nur unter einanderheirathen, das
F; erbliche Moment der Farbenblindheit, wenn man so
? + sagen dart, eigentlich gradezu zuchten und aus diesem
L Grunde mehr zur Farbenblindheit neigen mussen, als
’ wie die Christen.
i E Die Kenntniss von der Erblichkeit der Farbenblind­ '
f heit ist eigentlich so alt, wie die Kenntniss von der
l Existenz der Farbenblindheit überhaupt. Schon die
beiden ersten Falls von Daltonismns, vvelche wissen-
schaftlich bekannt geworden sind, betrafen ein Brüder­
paar. Spater, als immer zahlreichere Falle von Far-
benblindheit mitgetheilt vvurden und man diesem inter- ·
' ' essanten Gegenstand überhaupt anting eine grössere
Beachtung zu schenken, hautten sich die Beobachtun-
` gen über auf erblichem Wege fortgeptlanzte Falle von
¢ Daltonismus in solchem Grade, dass es sogar gelang,