HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 57

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A und wm audavxdusiial Elàüllïhüll1ilCilkCl[IGIl. . 55,
_ Untersuchungen- in einer anderen Richtung sich eine c
gewisse Wechselbeziehung zvvischen Prccentsatz des
i Daltcnismus und Race ergeben zu haben. Unsere _
t, beiderseitigen Untersuchungen haben namlich ganz un- I
i abhängig von einander zu dem Resultat geführt, dass
i unter den Breslauer Juden die Neigung zur Farben­
I _ blindheit eine grössere zu sein scheint, als wie unter
y den Christen. Unter den von mir untersuchten 3273
Y Knaben waren 2509 Christen und 764 Juden; unter _
te h den 2509 Christen fanden sich nur 7l Daltcnisten, also
J 2,83"/0, während unter den 764 Juden 29 Farbenblinde 4
­ ï waren, also 3,79°/0. Noch höher stellte sich dieser
Prccentsatzbei derUntersuchung von zwei, ausschliess­
lich nur v0n jüdischen Zöglingen besuchten Religious-
schulen; hier fand ich namlich unter 216 Schülern ll
Farbenblinde, also etwa 5,09"/0. Doch beschränkte
sich diese gesteigerte Neigung zur Farbenblindheit nu1·
auf die inannliche jüdische Jugend; unter den israeli­
l tischen Madchen habe ich keine Farbenblinde nach-
vveisen können. Die Ergebnisse, welche Cchn bei
seinen Untersuchungen fand, bestatigen diese meine
` Resultate vcllstándig, er fand unter den jüdischen_Mad­
chen gleichfalls keine Daltcnistin, dafür aber unter den
` jüdischen Knaben eine entschieden grössere Anlage zur `
_ Farbenblindheit, als wie unter den christlichen; nach
` ihm stellt sich das eventuelle Verhaltniss wie 4,8 :3,6"/0.
Diese unsere Resultate stellen es unzvveifelhaft fest,
l dass unter den Breslauer J uden die Anlage zur Farben-
9 blindheit eine entschieden höhere ist, als wie unter ihren
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