HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 54

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I 52 Abhängigkeit der Farhenblindheit von der Raçc X
krankt und sehr verbesserungsfahig sein mag, so glaube
ich doch, dass sie im Stands sein wird, ohne eine erheb­ gi
liche Belastung des Schulstundenplanes eine höhere Bil-
dung des Farbensinnes zu erzielen. Ein Farbenblin­ V
der wird durch mein System allerdings gewiss nicht E
geheilt werden; ja ich will grade diesen Punkt noch- E
mals ganz besonders hetonen, indem ich dabei von i
der festen Ueberzeugung ausgehe, dass die syste1nati­
sche Erziehung des Farbensinnes in den Schulen nur g
dann eine wirkliche Zukunft haben kann, wenn man i
l ihre Leistungsfahigkeit von Haus aus eng begrenzt und
möglichst genau bestirnmt und durchaus nicht mehr von i
i ihr erwartet, als dieselbe zu leisten vermag. Die syste-
matische Erziehung des Farbensinnes ist nicht für Indi-
, viduen berechnet, die bereits farbenblind geboren sind,
_ sondern sie beabsichtigt nur, durch eine Generationen
hindurch fortgesetzte Uebung den Farbensinn ganz all-
i xnahlich in sein er Leistungsfahigkeit zu erhöhen und soinit
l komrnenden Geschlechtern einen leistungsfahigeren Far-
D A bensinn zu vererben; und damit wurde sie dann aller-
dings die Verbreitung des Daltonisxnus in wirksamster
` Weise beschranken. Die Folgen der systennatischen
Schulerziehung des Farbensinnes werden also ein Kapi-
, tal bilden, dessen Zinsen erst unsere Nachkoinrnen ge- ‘
niessen können, dessen Sicherung uns aber wohl des-
halb nicht weniger ann Herzen liegen darf. ;
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5 Sowohl altere, als auch neuere ophthalinologische #
E Autoritäten ha ben wiederholt die Behauptnng aufgestellt, g
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