HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 53

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h System zu einer Erzieliung des Farbensinnes in den Schnlen. 51
I dung der helleren Nüaneen. Wer sich eingehender i
L mit dem Farbensinn der Kinder beschäftigt hat, wird _
mir aber zugebenmüssen, dass grade in der Beurthei­
" lung der helleren, schwacheren Schattirungen der kind- g ~:
liche Farbensinn ausserordentlich wenig leistet. Es
ist unglaublich, welche Missgriffe und Irrthümer grade
in den Schulen auch die nicht farbenblinden Schüler
I in diesem Punkt begehen.
i Sind nun die Schüler durch die soeben beschriebene
· Methode inder Bestimmung der Farben genügend un-
i terrichtet, so schliesst sich die zweite Abtheilung an. n
. Der Lehrer zeigt dem Schüler eine beliebige Farbe der
* Tafel und fordert ihn auf; die bezeichnete Schattirung T
¤ aus den farbigen Wollen herauszusuchen. Auch hier- _ J
_ bei wird am besten mit den gesáttigten characteristi- Y
schen Farben begonnen und allmahlich zu den schwa­ ‘
cheren Nüancen fortgeschritten. ‘ _
Ist auch diese Procedur in genügender Weise geübt
T worden und haben es die Schüler hierin zu einer gewis-
K sen Fertigkeit gebracht, so kann der Lehrer den Unter-
richt auch noch etwas schwieriger gestalten. Er zeigt
dem Schüler nunmehr nicht eine Farbe an der Tafel,
sondern er nennt ihm einen gefarbten Gegenstand und
fordert ihn auf, die Farbe dieses Gegenstandes durch
eine der vorliegenden Wollenbündel zu bezeichnen oder
sie an der Tafel aufzuweisen; so etwa die Farbe des
1 Vcilchens, des Vergissmeinnichts, der Rose u. s. w.
. Wenn nun diese von mir in Vorschlag gebrachte T
Methode gewiss noch an nicht uncrheblichen Mängeln