HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 51

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Systematische Erzichung des Farbensinnes in den Schulen. 49
‘ besitzt, Ware ein derartiger hygieinische1·Versuch durch-
’ aus gebeten. Mit Aussicht auf Erfolg könnte derselbe J
- ' nur dann unternommen werden, wenn es gelange eine i
systematische,methodisch geordnete Erziehung des Far-
bensinnes in den Schulen obligatorisch einzuführen.
Natürlich müsste ein derartiges Erziehungssystem bei
einer möglichst geringen Belastung des Schulstunden-
planes doch eine genügende Bildung des Farbensinnes
zu befördern im Stande sein. Uebrigens hat dieser Ge-
danke in der neueren Zeit bereits vviederholt seine Ver-
treter gefunden, so hat 2.. B. erstjüngst der französisclie
Arzt Favre lebhaft dafür plaidirt, dass in allen Schulen
Unterricht in der Farbenlehre ertheilt werden müsste
und sind bereits auch von den verschiedensten Seiten,
von Malern, Padagogen u. A. einzelne derartige Unter-
riehtssysteme in V orschlag gebracht worden, deren `
Brauchbarkeit, wenigstens nach meinen Anschauungen,
.J allerdings vor der Hand doch noch Verschiedenes zu ·
{ wünschen übrig lässtw). lch selbst habe grade diesen
Punkt in der letzten Zeit vielfach zum Gegenstand eines
eingehenden Studiums gemacht und habe auch ein
l Erzieliungssystem des Farbensinnes entvvorfen, das ich
{ auf den folgenden Zeilen kurz auseinander setzen will.
Eine Farbentafel, welche so eingerichtet sein muss,
dass sie an einer gut beleuchteten Wand des Schulzim­
X mers aufgehangt werden kann, enthalt in 8 Reihen 32
_ E verschiedene Farbenschattirungen. Eine jede Reihe
l zeigt als erste Farbe immer einen dunklen und sehr
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