HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 47

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Z ,
[ Geringeres Vorkommen der Fzwbenhlindheit bei dcn Frziuen. 45
1 A ` seien, els wie die Männer. De aber ihre Aussegen nie-
I I mals von einem mehr oder minder umfztngreichen sta-
‘ u Y tistischen Untersuchungsmaterial begleitet werden, so
‘ besitzen dieselben eigentlich mehr den Character einer
‘ Vermuthung, als wie den. einer wirklich erwiesenen
l Thatsache. Erst in neuerer Zeit haben es verschiedene
f Forscher unternommen, den Farbensinn des weiblichen
~ Geschlechtes genau zu untersuehen und sind debei alle
ausnathmslos zu dem Schluss gelangt: dass die Freuen
eine um Vieles geringere Neigung zum Daltonismus
4, haben, als wie die Männer. Die von einzelnen Unter-
suchern beigebratchten Zahlen werden dies vollständig
W bestätigen 18):
i Prof`. Dor fandinBerlin unter611Mädchen ·5f`arbenbl.,als0:0,82"/0.
Dr. Hansen = = Kopenhagem 50Bahnbeamt1nnen0 = = :0 =
Dr.Jef`fries = = Boston =l025Mädchen 0 = = :0 =
Profi Cohn = = Breslau =1061 = 0 = = :0 =
Ich = = Breslau =22l6 = 1 = = :0,04 =
· Profi Holmgren in Upsala bestimmt den Procentsatz unter
I den Frauen nach einer brieflichen Mittheilung an mich.. :0,26 =
Nun diese Zahlen gestatten keinen Zweifel mehr an
der Thatsache, dass die Frauen in viel geringerem
Messe en Deltonismus leiden, als wie das mätnnliche
‘ Geschlechtund würdenunmehr die Frage en uns heran-
{ treten, wie sich diese eigenthümliche und überretschende
· Thaitsache erklären lasse? An derertigen Erklärungs-
versuchen ist zu keiner Zeit sonderlicher Mangel gewe-
sen, vielmehr het man wiederholt den Versuch gemacht,
mit Hülfe der grade herrschenden allgemeinen wissen-
scliaftlichen Anschauungen sich ein Verständniss dieser
{ zmilätlleiideii Erscheinung zurechtzulegen. Besenders