HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 43

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Verbreitung der Farbenblindheit. 41 {Y
höherer, wie auch niederer Schulen. Lederer und g
Féris dagegen haben ihre Prüfïingen nur an Seeleuten
'P vorgenommen.
Leider hat man es sich bisher noch wenig angelegen °
sein lassen, genau festzustellen: 0b die Verbreitung des
Daltonismus in allen Bevölkerungsschichten die gleiche t
r · sei. Die Frage: ist der Procentsatz der Farbenblind­
heit in den höheren Volkskreisen ein anderer, als wie
in den unteren Schiehten der Bevölkerung? wurde an
der Hand statistiseher Angaben bisher noch von keinem
» Untersucher einer eingehenderen Beachtung gewürdigt.
lb lch habe es mir daher angelegen seinlassen, grade
diesem wissenschaftlich wie praktisch s0 ausserst wich- ­ i
tigen Punkt meine besondere Aufmerksamkeit zum-
wenden und bin dabei zu folgenden Resultaten gelangt:
: Unter 2002 Schiilern von Gyinnasicn und höhcren V0i·bereitungs·
schulcn waren Daltonisten ............................. :: 53.
‘ Dies ergiebt ............................................. 2,650/U,
Unter 1055 Schülern von Bürger- und Elementarscliulen waren
Daltonisten .......................................... : 46.
Dies ergiebt ..,........................................... 4,36%.
Diese meine Zahlen dürften nun allerdings dafür 3
sprechen, dass in den unteren Volkskreisen, deren Kin-
der ja hauptsàchlich die Elementar­ und Bürgerschulen
besuchen, die Verbreitung des Daltonismus entschieden
eine namhaftere zu sein seheint, als wie dies in den
höheren Schichten der Bevölkerung, deren Kinder fast
ausschliesslieh Gymnasien oder überhaupt höhere Lehr­ ·
J, anstalten frequentiren, der Fall sein dürfte. Allerdings ‘ i
kann ich mir dabei keineswegs verhehlen, dass meine