HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 41

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Verhrcitung der l*`arbenblindheit. 39
werden. Denn, wie wir schon vorhin bemerkt haben,
i, ist der Uebergang vom Daltonisrnus zu dem normalen
[ Farbensinn ein so allmahlicher und unmerklicher, dass
li man, vor der Hand wenigstens, zwischen beiden noch
keine absolut gültigen Trennungsmerkmale hat auf'stel­ "
len können. Es bleibt zum guten Theil dem individu- E
- ellen Ermessen des Untersuchers überlassen, wo er
4 die Grenzen zwischen Farbenblindheit und normalem
4 Farbensinn fixiren und oh er in einem eventuellen
r Fall ein lndividuurn für farbenblind oder noch für nor-
malsichtig erklètren will. Und schliesslich scheint auch
l das menschliche Untersuchungsmaterial selbst Veran­ i
I` lassung zu gewissen Schwankungen in der Hölie des )
T Procentsatzes zu geben, denn gewisse Unterschiede
in der socialen Stellung, der Rage, dem Geschleclit,
dürften doch gewiss nicht ohne Einiluss auf den Zustand
, des Farhensinnes bleiben.
l Eine kurze Uebersicht über die statistischen Er- ;
· gehiiissew), welche von einzelnen Untersuchern ver-
öffenflicht worden sind, wird am besten zeigen, wie
sich im Allgemeinen und durchschnittlich die Ver-
breitung der Earbenblindheit bei dem männlichen Ge-
schlecht stellt.
-’ Von den folgenden Zahlen diirften den grössten sta-
l tistischen Werth die des Professor Holrngren bean-
» spruchen, nach denen sieh die Verbreitung der Farben­ -
{ blindheit in Schvveden auf einen Procentsatz von 3,25%, ·
belàuft; denn unter all’ den beigebrachten statistischen J
1 Angaben stützen grade die H olnigr 0n’s sich auf das ,

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