HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 38

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36 Die Hol1ng1‘en`schc Methode.
legenheit all den Methoden gegenüber, welche das von [
à ihnen benützte Untersuchungsmaterial in fester und un-
bevveglicher Form, z. B. auf einer Tafel, angeordnet
haben. Denn bei jeder Fixirung und unbeweglichen ii
Anordnung des zur Untersuchung verwendeten Mate-
rials wird der zu Prüfende nothwendig in der Freiheit l
seiner Entscheidung mehr oder minder behindert; er
ist alsdann nicht so im Stande, die Verwechslungsfarl •
ben nach treier Wahl zusammenzustellen, vvie dies ihm [
die Holmgren’sche Methode mit ihren leicht bevveg- ,
lichen Wolleribtirxdeln möglich macht. Und wenn eine I
derartige Farbentafel auch noch so vorzüglich constru­
irt ist, wie dies z. B. mit der des Dr. Daaelg) der Fall S,
ist, so vermag sie diesen Uebelstancl, doch nicht zu ver- l
meiden. Wenn dieser Umstand nun auch für die aus-
gesprocheneren Grade des Daltonismus nicht grade
von besonderer Bedeutung sein dürtte, so fallt er doch ,
um so mehr in’s Gewicht, sobald es sich darum handelt, L
auch die niederen und die niedrigsten Grade der Far- I 1
benblindheit mit Sicherheit zu bestimmen. Und grade g
diese vermag de1· Untersucher mit der H o l m gren’schen ’ J
Methode in sehr exacter Weise zu enthüllen. Ich habe (
gegen 5500 Personen rnittelst des Ho1mgren’schen 1
Verfahrens untersucht und mich dabei vollstètndig von { E
der Sicherheit und hohen Leistungsfahigkeit desselben , S
überzeugt. Keine andere Methode ist so vvie diese ge- I;
geeignet, mit der grosstien Sicherheit und inverhaltniss- ,
massig kurzer Zeit aus einer grossen Anzahl von lndi-
viduen alle Daltonisten herauszulinden. Man brancht gi v