HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 35

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Stilling’s Unfersuchungsmetliode. ' 33
lesen sie andere spielend und ohne jede Anstrengung. Von
F über 90 Farbenblinden, welchen ich die Stilling’schen
;v_ Tafeln vorlegte, ist auch nicht der vierte Theil in sei-
nem Urtheil einig gewesen; wahrend die Einen eine d
Tafel nicht lesen konnten, vermochten Andere wieder
dieselbe sehr wohl zu entziffern, waren dafur aber i
nicht im Stande eine andere Tafel, welche wieder J ene
; lesen konnten, zu entrathseln. Und diese Erfahrung
habe nicht blos ich selbst, sondern auch andere Untersu-
cher gemacht, so 2.. B. Professor Pflüg er, (John u. A.
Mogen nun meine Anschauungen über das Zustande­
kommen des Pseudoisochromatischen richtig sein oder ‘
‘ mögen dieselben sich als irrig erweisen, an der Richtig­ 1
E keit des mit den Stillin g’schen Tafeln erhaltenen Resul-
tates vermag dies nichts zu andern. So lange aber die
4 Stilling’sche Methode noch an derartigen Unvollkom­ 1
menheiten leidet, kann sie auch keine verlässlichen Re- I
sultate liefern, und damit wird ihre praktische Bedeutung ’
vor der Hand noch sehr wesentlich beeintrachtigt.
Die Holmgren’sche‘2) Untersuchungsmethode be-
· ruht im Wesentlichen auf dem Princip des Vergleiches.
Aus einem grösseren Sortiment farbiger Wollen wird
s eine bestimmte Farbe herausgelegt und der zu Unter-
I suchende aufgefordert, alle ihm gleich und identisch er-
· scheinenden Wollen zu der vorgelegten Farbenprobe
i herauszusuchen. Natürlich wird der N ormalsehende
zu der grünen Probefarbe, mit welcher nach der Vor-
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