HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 31

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dom Farbensystcxn des Norxnalsichtigcn. 29
und wichtigsten Anhaltepunkt für eine jede Untersuchung ä
à auf Farbenblindheit, dass man die zu untersuchenden
é, Individuen, in derVoraussetzung, dass Daltonisten unter
h ihnen sein köllIltGI1,~l”1l€1D&lS veranlasst: unterZugrunde­
legung der üblichen Farbeneintheilung und der allge-
mein gebrauchlichen Farbennamen subjective Angaben
d über Natur und Namen der Farben zu machen. Der
Untersucher muss es also auf das Sorgfaltigste vermei­
$ den, das zu untersuchende Individuum nach der Natur
oder dem Namen irgendeiner Farbe zu fragen, und
darf sich unter keinen Umstanden dazu verleiten lassen:
, aus etwaigen subjectiven Aeusserungen, welche der
`· Untersuchte über derartige Dinge machen sollte, irgend
‘§" Welchen Rücksehluss auf den Zustand seines Farben- (
sinnes zu machen. Ich habe es bei rneinen zahlreichen
° Untersuchungen auf Farbenblindheit wiederholt con-
statiren können, dass subjective Angaben über das I
Aussehen, den Namen einer Farbe u. s. W., so verlass­ l
V lich und zutrauenerweckend sie auch klingen mochten,
sich schliesslich doch als trügerisch erwiesen. So habe
ich es z. B. ofter erlebt, dass Personen bei Untersu­ "
chung mit dem Spectralapparat das spectrale Roth ganz
richtig als roth bezeichneten, dann aber als identisch
mit dieser von ihnen roth genannten Farbe grüne Wolle
l bezeichneten. Würde man sich also in solchen Fallen
mit der scheinbar ganz correcten subjectiven Angabe
des Untersuchten begnügt haben, so würde man einen
v Menschen für norrnalfarbensehend erklart haben, der