HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 27

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Die Farbenblindheit und die ötïentliolio Sicherheit. 25
gen ist, gewisse Farben wiederholt mit Sicherheit
‘, zu unterscheiden. Darum muss auch grade bei
,9 dem Eisenbahnbetrieb, dessen Sieherheit ja grade in
erster Linie auf einer durohaus sieheren und völlig ver- li
lasslichen Farbenempfindungseiner Beamten beruht, mit
grösster Strenge auf eine methodische Prütïing des Far- 1
bensinnes aller der Beamten, die mit dem Fahrdienst be- l
l' schäftigt sind, geaehtet werden. Ein jeder farbenblinde I
Beamte, und mag er auch zehn Jahre und darüber seine
· Dienstobliegenheiten ohne Schaden zu stiften erfüllt und
__ _ , die Fahrsignalein ihrerBedeutungrichtig erkannt haben,
muss doch, sobald einmal sein Daltonismus mit Sicherheit
`,;,· iestgestellt worden ist, sofort vom Fahrdienst entfernt
werden. Ein sicheres Urtheil über den Zustand des Far-
. ,, bensinnes ihrerBeamten vermag aber eine jede leitende ,
Bahnbehörde nur durch methodisch geübte und in gewis­ i
sen Zeitraumen immer wiederholte Untersuchungen zu I
,, erlangen; und darum ist die obligatorisohe Einführung i
derartiger Untersuehungen ein dringendes Erforderniss.
Zuxn Glück ist diesem Bedürfniss in Deutschland, sowie
in verschiedenen anderen Landern bereits Abhülfe ge-
schaffen und eine methodische Prüfung des Farbensinnes
êb der Eisenbalmbeamten, soweitsie dem Fahrdienst ange-
hören, als Betrie bsbedürfniss anerkannt und darum auch
eingeführtword en. Natürlich mussen derartigeVorschrif.
ten in gleicher VVeise für alle die Verhaltnisse massgebend
sein, in denen von der richtigen Beurtheilung gewisser
ff Farhen das Wohl und Wehe anderer Personen abhäingt.