HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 26

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24 Uiibeïlbmlmït der Fzwbenblindheit.
nur dazu geeignet, die so sehr empfehleriswe1·the
t systematische Erziehung des Farbensinnes in den ‘
, < Schulen, von der wir nachher noch eingehender spre­ lm
`_ chen wollen, ganz mit Unrecht zu discreditiren. Ob
l e aber die in neuester Zeit von Professor Delboeuf in
i » Lüttich vorgeschlagene Methode, die Farbenblindheit
l mittelst fuchsingefarbter Glaser zu beseitigen oder doch
I 5 zu bessern, sich vvirklich bewahren wird, muss erst noch ‘"
l abgewartet werden. Professor Delboeuf, der selbst
l Daltonist ist, glaubt zwar an sich selbst die Zweck- ·
mässigkeit grade dieser Methode erprobt zu haben, doch _, _ ,
[ ist, worauf wir bereits vorhin aufmerksam gemacht
Q haben, eine Tauschung grade in diesem Punkt nur zu `,,,,·
: t leicht möglich und man kann sehr wohl die Uebung,
E vvelche ein Farbenblinder mit Hülfe seiner gesteigerten . ,,
l A Empfindliclikeit gegen Lichtnüancen in de1· Unter-
; scheidung der Farben erlangt hat, mit einer Heilung der
Q ( Farbenblindheit vervvechseln. Uebrigens fehlt auch der ,,
F De1boeuf’sclien Methode vor der Hand noch viel zu
l sehr jede umfassendere praktische Erfahrung. Wi1·
t werden deshalb auch nur dem wirklichen gegenwarti­
gen Thatbestand entsprechen, wenn wir behaupten:
i die Farbenblindheit ist völlig unheilbar. èn
Aus diesem Grund muss deshalb auch ein jedes
li ftrbenblinde Individuum für völlig unbrauchbar und
dienstuntauglich erklart werden, sobald es ein Amt
bekleidet oder bekleiden sol], bei dem es gezwun- ff
l