HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 24

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22 Unheilbarkeit der Farbenblindhcit. I
eine Ahnung von der Farbenblindheit seines Gehülfen
gehabt hatte. Die Unterscheidung der einzelnen Farben
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hatte dieses lndividuuin nur mit Hülfe seiner geschärlï t
l ten Lichteinpfindung treffen können, doch hatte ihn sein
l Zustand so aufgeregt und vor Allem die Furcht, er Q
d könne doch schliesslieh einmal einen Fehler machen, i
so beangstigt, dass er seine Farbenblindheit selbst ein- i
gestand und seinen Beruf als Maler aufgab. Y
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f So belehrend und interessant derartige Beobachtun­
gen nun auch sein mogen, so wurde man sich doch
V einem sohweren, und unter Umstanden recht verhàng~ {
é nissvollen lrrthum hingeben, wenn man aus ihnen einen tw
i allgenieineren Sehluss ziehen und glauben wollte: die ‘
Farbenblindheit verdiene in ihren praktischen Conse-
i quenzen keine son derliche Beachtung, da sie ja durchUe­
Z bung und festen Villen seitens des Daltonisten in ihren I
etwaigen schädlichen Folgen ausgeglichen werden
i könne. Eine jede derartige Annalnne ware, ich wieder-
g hole dies nochmals ganz ausdrücklich, eine durchaus irri- K
I ge und könnte leieht zu den schàdlichsten und verhäng­
i nissvollsten Consequenzen führen. Ein wirklich Farben­ l
i blinder vermag niemals mit absoluterSicherheit und vol-
‘ lernVerstandniss die Farben von einander zu untersehei­ `
den; gelingt es dem einen oder anderen Daltonisten auch
Q mit Hülfe einer gesteigerten und besonders gesehärften r
Einpiindliehkeit gegen Lichtellecte gewisse Farben von
ë einander nu trennen und als versrhiedenartig zu unter- fr
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