HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 20

JPEG (Deze pagina), 682.94 KB

TIFF (Deze pagina), 6.13 MB

PDF (Volledig document), 45.56 MB

18 vvïe sehen Farbenblindc die Bmbcn? ·
ihnen empfangt, g(·)V’lSS9AbäJHd81‘UllgBll erfahren. Doch ‘
wollen wir uns bei diesen nicht langer aufhalten, son-
dern an der Hand der Young­Helmholtz’schen Far-
bentheorie uns nunmehr über dieE1nptindungen; vvelche
die Farbenblinden von den einzelnen Spectralfarben ‘
erhalten; im Allgemeinen unterrichten, ohne uns dabei Q
aber auf genauere Einzelheiten dieses interessanten
Themas einzulassen. Holmgren schildert die Art und
Weise; wie die verschiedenen Daltonisten das Spectrum
empfinden; wie folgt: I
Dem Rothblinden erscheint das spectrale Roth als
ein gesattigtes, lichtschwaches Grün, das Gelb als licht-
starkeres gesattigtes Grün; das Grün als eine zwar licht-
·‘ starkere aber weissliche Abstufung derselbenlïarbe wie . ’
Roth und Gelb; das Blau als Blau und das Violett als
Violett oder Dunkelblau.
Der Grünbliude sieht das Roth das Spectrums als
ein lichtschwaches aber sehr gesattigtes Roth; das h
Gelb als ein liehtstarkeres Roth; das Grün als Weiss «‘
oder Grau; das Blau als eine dem Indigo ahnliche Farbe
und das Violett als ein sehr gesattigtes Violett.
Der Violettblinde sieht das speotrale Roth als Roth; i_
das Gelb als Weiss oder Gran, Grün als Blaugrün; das ‘
Blau als Grün und das Violett als lichtschwaches Grün. ,.
Diese Betrachtungen zeigen uns; dass der Ausfall `
einer Farbenempiindung; z. B. des Roth oder des Grün, R
das betreffende lndividuum nicht bloss für diese eine t
Farbe unempfanglich macht; sondern einen grossen J
J
‘l