HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 18

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16 Uebcrgang der F arbenblindheit in den normalen I"arbensinn.
Und grade dieser Umstand muss bei Beurtheilung des . _
Procentsatzes, welchen die verschiedenen Untersueher
für die einzelnen Formen der Farbenblindheit angege­
ben haben, ganz bescnders berücksichtigt werden.
Denn da die einzelnen _Untersucher bei Beurtheilung der
allerleichtesten Formen sich in Ermangelung fester
Grundsatze lediglich von ihren individuellen Anschauun­
gen leiten lassen xnüssen und somit der Eine schon zur
Farbenblindheit rechnet, was der Andere n0ch in das
Gebiete des Normalen gezahlt wissen will, so muss
auch der ven den verschiedenen Untersuchern behaup-
tetePr0centsatz, wenigstens bis zu einem gewissen Grade,
ein individueller sein. Halten wir diese Anschauung test,
so wird es uns auch verstandlich, warum zwei Unter- . "
sueher, die sich der nämlichen Untersuchungsmethode _ ·
bedienen, doch verschiedene Procentsatze für die ein-
zelnen Fcrxnen des Daltonismus erhalten können. Na-
türlich ist diese Individualität der Statistik aber immer
nur eine beschrankte, und hindert keineswegs, dass be- `
stimmte Gesetze in dem Auftreten der Farbenblindheit
von allen Untersuchern immer wieder bestatigt werden. '
Indem wir auf einzelne dieser, ganz besonders interes-
santen Gesetze späterncch eingehender aufmerksam ma-
chen müssen, wollen wir uns an dieserStelle nurrnit der '*
Mittheilung begnügen, dass die Grünblindheit am häufig­ _ Z
I sten aufzutreten scheint; dass demnachst die R0thblind­ 4
heit folgt und die Viclettblindheit im Ganzen nur selten ‘
zur Beobachtung gelangt. ‘
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