HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 16

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14 Uebcrgang der F arbenblinclheit in den xiormalen Farbensinn. A
V lichkeit gegen die grünen Strahlen beruhe. Man muss
. einraumen, dass diese Anschauung eine gewisseBerechti- l
· gung wohl beanspruchen kann. Denn mit demselben ‘>
ll Recht, wie man irn Helmholtz’schen Sinne von einer Q
j . Herabsetzung in der Functionswerthigkeit einer oder
, mehrerer der drei farbenempündenden Grundelemente
Vl sprechen kann, darfman doch wohl auch von einer Stei­ `
gerungihrer Empündlichkeit reden, ich wüsste wenig­ h
. . stens nicht, was vom physiologischen Standpunkt aus
dieser Vorstellung im Wege stehen sollte.
5; Mittelst einer langen Reihe der verschiedensten In-
tensitatsgrade, die wir vorhin bereits angedeutet haben, ‘
‘ geht die Farbenblindheit so allmahlich in den normalen )
5 Farbensinn über, dass es wirklich schwer wird zu be-
stimmen, wo die eine aufhört und der andere anfangt. .
l, Die allerleichtesten Formen der unvollstandigen Far-
benblindheit, welche man fachmännisch als Farben­ 1 2
, schvvache oder als Trägheit der Farbenempfindung
bezeichnet, zeigen so geringfügige und so unbedeu­ M
El tende Störungen des Farbensinnes, dass man nicht sel-
ten in die grösste Verlegenheit kommt, sobald man xl
L entscheiden soll, ob derartige­Falle noch als normaler [
Farbensinn geiten dürfen oder bereits in das Gebiet •»·l
Q; des Daltonismus gewiesen werden müssen. Weiin z. B.
ein Individuuni bei einer Untersuchung seines Farben­
sinnes Fehler begeht, wie sie in der namlichen Weise
nur ein wirklich Farbenblinder macht, sich aber dieser
Fehler alsbald bewusst wird, so wie man dasselbe
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