HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 15

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g Das www de Fmtmiixaiidiicat. 13 .
_ ständlich bleihen. Und grade diese Falle einer unvoll­ ·
ständigen Farbenblindheit werd en ganz beson ders hauüg l
beobachtet und zwar in den allerverschiedensten lnten~
sitätsgraden. Von den Fallen, in denen nur die ge~
è sattigtsten Tone von Roth, Grün und‘Violett erkannt
p werden und selbst diese auch noch mit Muhe und un- p
sieher bis zu jenen, bei denen nur eine ganz leichte, oft
genug kaum benierkbare Unempfindliehkeit gegen ganz
i ` helle und zarte Farbenschattirungen naehweisbar ist,
p finden sich alle rnöglichen Uebergange, auf die wir ·
l sogleich noehmals zurückkominen werden.
` A Vermag man sich der Young­Helmholtz’schen
Farbentheorie nicht anzuschliessen, sondern bekennt
sich zu der von Heringö) entwickelten Farbenempfin- 1
dungshypothese, so wurde man nur zwei Arten von Dal-
tonismus anzunehmen haben. Denn da nach Hering die l
Emp tindlichkeit resp. die Unempfindlichkeit für Roth, die
` nännliche Erscheinung auch für Grün bedingen und das
J) gleiehe Wechselverhàltniss auch zwisehen Blau und p
Gelb bestehen soll, so wurde es gemass dieser Ver- i
A ~ stellung nur eine Roth- Grün- und eine Blau­Gelbblind­
heit geben.
Im Gegensatz zu diesen beiden Hypothesen haben in '
"*° der neuestenZeit zwei belgische Forseher, die Proi`esso­ l
renD elb o e ufund S p ri ngl), dieBehauptung autgestellt:
dass die Rothblindheit nicht, wie dies Helm h o ltz lehrt, M,
auf einer herabgesetzten Empfindlichkeit gegen die R
rothen, sondern auf einer abnorm gesteigerten Empfind­
· I