HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 14

JPEG (Deze pagina), 739.35 KB

TIFF (Deze pagina), 6.10 MB

PDF (Volledig document), 45.56 MB

Y s . V ,, Y -7 , la V,
l
< ' 12 Das Wesexi der Farbenblindlieit.
Farb en, sondern nur Lichteffecte zu empfind en im Stande .
waren“). Ich selbst habe einen sehr intelligenten Stu-
denten gekannt, welcher das Namliche von sich behaup­
V tete, übrigens war in der Familie dieses lndividuums
die Farbenblindheit wirklich zu Haus und auch eine X
Schwester desselben war Daltonistin.
t Sind nun aber nicht sammtliche 3 Grundelemente
Y der Farbenempfindung gleichzeitig in ihrer Leistungs­ h
fahigkeit gestort, sondern ist nur eines derselben ausser ’
§ Function gesetzt, so haben wir es mit Fallen partieller ` c
· Farbenblindheit zu thun, wie sie recht haufig zur Beob­
ik achtung gelangen. Ist nur das rothempfindende Nerven- W
element leistungsunfahig, so entsteht die sogenannte
’ Rothblindheit; ist dies bei dem grün- oder violett-emptln­ T
denden der_ Fall, so entwickelt sich Grün- oder Violett-
{ blindheit. Natürlich ist es selbstverstandlich, dass diese
l verschiedenen Arten des Daltonismus, je nachdem die
nervösen Grundelemente vollstandig functionsunfahig
oder nur in dem Umfang ihrer Thatigkeit beschrankt
sind, auch mehr oder minder stark a,uSgepi~ä.gt sich zei-
gen müssen. So kann in dem einen Fall die Emptindlich- t `
i I keit gegen Roth, oder_ Grün, oder Violett total fehlen,
__ wahrend sie in anderen Fallen nur mehr oder minder
A stark geschwacht erscheint; dann vermögen die betref- M
fenden Daltonisten gesattigte Farbennüancen z. B.
Scharlach wohl noch zu unterscheiden, wahrend ihnen
E dagegen hellere Schattirungen des namlichen Farben- _
tones, also in unserem Beispiel hier Hellroth, unver­ ,