HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 13

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­ Das Wesen der Farbenblindhcit. · U T
P oder mehrere von den drei, die Haupt­ oder Grund-
empfindungen Roth, Grün und Violett vermitteln den Ner-
‘i¥ ­ venelementen in ihrer Functionswerthigkeit mehr Oder l
W ·minder beeinträchtigt sind. Je nechdem nun die Ner-
P venfasern, welche die Heuptempfindung von Roth, oder
Grün oder Violett unserer Vorstellung übermitteln, in
· ihrer Leistungsfàthigkeit gestort sind, muss es auch eine i
besondere Roth-, Grün­ und Violettblindheit geben. Sind »
Ik àlle drei Arten von N ervenfesern gleichzeitig und gleich­ ‘
i mässig in ihrer Leistungsfähigkeit behindert, so ent-
wickelt sich, je nach dem Grad dieser Störung, entvve-
P der eine vollständige Unempfindlichkeit gegen alle Fer-
ben oder nur eine mehr oder minder hochgradige Träg­
lf heit der gesammten Farbenempfindung. Solche Fälle ·
P P i sind übrigens im Allgemeinen sehrselten, je von ein- .
A zelnen Forschern werden sie sogar vollstàndig geleug­ l
, net. Natürlich muss sich die Welt in den Augen eines l
_ T0ta,lfa,rbenblinden in der eigenthümlichsten Weise wie- F
' derspiegeln; da für ihn jede Farbenempfindung fehlt g
und er nur Unterschiede zvvischen Hell und Dunkel zu P,
; l bemerken im Stande ist, so muss sich ihm seine ge- l
, sammte Umgebung etwa in der Weise prä.sentiren, wie P
sich einem normalen Auge ein Kupferstich zeigt. Der-
°' artige Fêille werden von einzelnen ètlteren Autoren er- g
zählt, so behauptete z. B. Spurzheim, dass er eine l
Familie kenne, in der einzelne Mitglieder nur Schwarz {
- r und Weiss zu em pfinden vermochten. Ferner berichtet R
P der Englànder Hud dart von 4 Brüdern, die keinerlei
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