HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 12

JPEG (Deze pagina), 727.46 KB

TIFF (Deze pagina), 6.05 MB

PDF (Volledig document), 45.56 MB

· T
10 Ucber die Namen Daltionismus und B‘m~bsii1>1;nd1mïi. .
durch den Ausdruck Farbenblindheit bezeichnet werden
sell, beruht namlich durchaus nicht immer in einer vvi1·k­ N
lichen und vollstandigen Blindheit gegenFarben, sondern wi! .
i repräsentirt in der lVlehrzahl der Fátlle nur eine grössere l
oder geringere Unempfindlichkeit gegen gevvisse Farben­
töne. Man dürlte in derartigen Fallen, und sie sind eben X
viel häufiger als die Falle vcllstandigerFarbenblindheit, -
viel eher von einem herabgesetzten Farbensinn, 0der
von einer Farbenschwache oder Farbenträgheit spre­ 'i
chen, als von vvirklicher Farbenblindheit. Mithin deckt l
der Name Farbenblindheit den physiologischen Begriff,
für den er gebraucht wird, auch nicht ganz vcllständig,
scndern passt nur für eine kleine Anzahl ven Fällen;
meist ist aber sogar der fragliche Mangel des Farben­
_ sinnes derartig, dass der Ausdruck Farbenblindheit sich _
J lür ihn überhaupt als recht wenig geeignet erweist. Will Q A
man also des Namens Farbenblindheit sich bedienen, so g
darfmandabeinicht ausserAcht lassen, dass man damit _
gleichfalls einem vvillkührlichen Gebrauch nicht un erheb­ '
liche Ocncessionen macht, und dem thatsachlichen Zu-
s [ stand durchaus nicht etvva vcllständig Rechnung tràgt. ; l
Handelt es sich nun darum den physiolcgischen ä
Begriif des Daltcnismus oder der Farbenblindheit zul W
fixiren, so kann man dies, vcrausgesetzt dass man ein
, . Anhänger der Helmh0ltz’schen‘) Farbentheorie ist,
zu der ich mich bekenne, in der Weise, dass man unter . 4
Farbenblindheit einen Zustand versteht, bei dem ein