HomeDie Farbenblindheit, ihr Wesen und ihre BedeutungPagina 10

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jl 8 Ueber die Namen Daltouisnius und F arbenblindheit.
l d zwischen dem lebhaften Roth des Siegellacks und dem
Grün eines üppigen Rasenteppichs für ihn durchaus kein
3 Farbenunterschied existiren sollte. Und da man diesen fl)
Q wunderbaren Zustand des Farbensinnes vor der Hand
` noch nicht zu einem wissenschaftlichenBegriff zu gestal-
l ` ten vermcchte, vielmehr sich in allerlei verschiedenen
g optischen Speculationen über das Wesen desselben `
· i erging, 0hne eine allgemein verständliche und befriedi­ .
gende Erklarung für denselben zu gewinneng), so
belegte man ihn schlieslich mit dem Namen Da1t0n’s
und nannte ihn schlechtweg Daltcnismus. .
i Die Englander aber, welche mit dieser allerdings lg .
j eigenthümlichen Verherrlichung ihres grossen Lands- 3)
E mannes sich durchaus nicht einverstanden erklaren ­
‘ wcllten, legten gegen den Ausdruck Daltonismus als-
§ bald ein energisches Veto ein und nannten den bezüg­ i
' lichen Fehler des Farbensinnes fortan nur Colour-
blindness, Farbenblindheit. So war man denn in den ll
t l Besitz von zwei Namen gelangt, und da auch imBereich
‘ i der Wissenschaft die Einigkeit oft genug zu den from-
men Wünschen gehört, so kcnnte man sich über die
- alleinige und allgemeine Gültigkeit einer dieser beiden ‘
Benennungen durchaus nicht einigen; jede Partei hielt ‘”
den von ihr vorgeschlagenen Namen fest, die Englander
f an ihrem C0l0ur­blindness, die Franzosen an ihrem
V Daltonisme, und solerfreut sich denn der bezügliche
l Mangel des Farbensinns auch heute zu Tage noch des M
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