HomeDie Frauen-Emancipation in ihren SchrankenPagina 8

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befferen Cêitänbe, für bie eä wenige ihrer Cätellnng ebenbürtige 5Befehäf=
tignngen gibt. 5®ie ,,%erforgnng bnrch ben Mann" ift baher für bie ïöchter ·
berfelben bie oft nm jeben $]3reië gn löfenbe älnfgabe all ihreê ïrachtenäs
nnb êinnenê, ein entwürbigenbeê Qäerhältniä, bem eine gange glnt nnmo=
ralifcher Cäigenfchaften entqnillt.
€®ief; ift bie gewiehtigfte êeite jener wohlbegrünbeten lëlagen über bie
gehemmte ëntwicflnng intellectneller Qäilbnng ber granen; abgefehen oon
ber ïheorie beê ëïiechteä, welche bie nnanfechtbare ïhefiê anfftellen fann:
,,($5leicheê Qlnrecht an 5Bilbnng nnb gleicheê älnrecht an älrbeit"; nnb abge=
fehen bon bem national=öfonomifchen Qäerlnfte an Qlrbeitëfraft, wenn baêà
grofge Gapital an Gieift nnb gähigfeit ber granen oerfümmert nnb ber
Gáefellfehaft oorenthalten bleibt.
llnb bann bie Slliangelhaftigleit ber äïiechtêftellnng ber gran bem
Giatten gegenüber, bie ebenfallê nicht gn lengnen ift nnb bie in rohenóäünben
anf fo fchrecfliche Qïêeife miäbrancht werben fann nnb leiber miëbrancht _
wirb. $§ier tritt bie llngleichheit ber Cötellnng oon äUèann nnb gran gnm
j Sliachtheile ber legteren am grellften gn ïage. (br ift ber $§err nnb oon ihr
wirb Giehorfam geforbert; fein äïêille ift mafàgebenb nnb beftimmenb anf bie
Sèebenêweife, ja anf baê Cächicffal ber gran; er fann feine älntorität vielfach ‘
miëbranchen, ohne noch bem Gáefege gn oerfallen, ja er fann bie gran gefeglich
gwingen, bei ihrem ääeiniger anêgnharren, biê bie Gierichte gögernb ïrennnng
ober êcheibnng gewähren; er gebahrt niit bem äëermbgen, wenigftenê mit
bem lanfenben Cêinfommen; er ift ber natürliche Qêormnnb feiner Sïinber,
f beftimmt ihr Gáefchicf, fann fie noch in ben Ssahren ber Kêinbheit bon ber
ällêntter entfernen; felbft nach bem Eïobe ihreë (ïóatten ift bie gran nicht ber ,
f alleinige äêormnnb ihrer Qinber, fonbern bebarf eincê álliitoormnnbeê, ohne-
, • beffen iläeirath fie nichtê oerfügen fann; fnrg bie gran, fowol alês gran wie *
alé ällintter, ift nnb bleibt nnmünbig fo lange fie lebt. @ie lann in feinem
l ëläarlamente ihre eigene Gache oertreten. .S§ier wie überall finb eê bie ' a
f Sllëänner, bie fich gn ihren Elïichtern anfwerfen nnb ihr Giefchicf beftimmen. r
i Ebaë finb nnn freilich gnftänbe, bie nach ëlieform oerlangen nnb eê ift
begreiflich, wie hnman benfenbe äbiänner fich für biefe ëlieform begeiftern, .
fich gn ben wärmften älnwülten für biefelbe anfwerfen fönnen. 9Enr ift eë
oom Llebel, wenn fie biefe ëlïeform in fchranfenlofer ïïëeife anftreben. `
gn biefer fchranfenlofen äïèeife werben fie bnrch bie falfche 2§or=
anêfehnng gebrachhbaf; oollfonnnene Cëbenbürtigfeit gwifchen ben ($5efchlech=
tern beftehe, welche baher gleicheê Sllnrecht anf gleich freie Cërifteng nnb
gleich freie äläewegnng im geiftigen wie ini phhfifchen Seben gibt.
Cëie betrachten bloê ben geiftigen ällêenfchen nnb oermögen feinen ,
nrfprüngliehen llnterfchieb gwifchen ben Cëëeelenfräften nnb gühigfeiten beiber ‘
Cïóefchlechter gn entbecfen. äïëo fich ein folcher fnnbgibt, bringen fie ihn auf
ëReeh·nnng ber gahrtanfenbe beftehenben llnterbrücfnng, auf Sliechnnng ber l
gehinberten freien (Entfaltnng beê weiblichen (êóeifteê. Cëie bringen Qäeifpiele
weiblicher Gïharaftergröäe nnb eminenter weiblicher Qäefühignng eingelner
granen. Cëie giehen gn ihren Cännften paffenbe nnb, wie fie meinen, für nnê f
f nnliebfameääergleiche gwifchen nnfühigen álliännern nnb fühigen granen; wie
f fo oft ben geifteêärxnften nnb mittelmüfàigften ëllèünnern in älmt nnb ïïëürbe '