HomeDie Frauen-Emancipation in ihren SchrankenPagina 28

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(Eigentlich fnllte frühere phhfifche ëlieife auch frühere hürgerliche C?>elhft=
ftünbigfeit hebingen. llnb will man fchvn nicht bie Gieifteêreife bnn ber
Qörperreife ahhängig fein laffen, fo fvllte man wenigftenê ftatt beê nierunb= _
gwangigften ïiahreê baä einunbgivangigfte für bie Qörogjährigfeit hei heiben
Qáefchlechtern feftfegen, wie bieg auch fchvn alle vvrgefchrittenen @5efeg=
gehungen berfügen. (&Q ift boch wirflich arg, bag ein äranengimmer bon brei=
nnbgwangig Sahren noch minberjührig fein full, noch nicht ihr ïêermögen
verwalten barf, 4) weber alê Rlüger mnh alê Gieflagter nvr Giericht
erfcheinen,2) ohne Cëinwillignng beê älêaterë ober flêormunbeê feine Cïheä)
nnb überhaupt feine ëlëerhinblichfeiten eingehen fann.
Sa, felhft wenn fie berheiratet ift (nnb fie fann mit breinnbgwangig
áïahren fchbn 9Jiutter mehrerer Këinber fein), Brancht fie für ihr äêermögen
noch einen Qnrator. 4) äläenn auch baê Qiefeg auähilfêweife Qlhhilfe geftattet, 5)
fu fönnen biefe ääeftimmungen unter llinftänben boch fehr brücfenb werben.
§`§erner bie êäeftimmnngenz g _
€®ag €]3erf0nen weihlichen Gäefchlechteë in ber Siegel feine ëB0rmunb=
fchaft anfgetragen werben fvllü) (alë oh fich fchvn ihrer gefellfchaftlichen
ëtellung gn äolge eine gwecfmügige Cïrgiehung nnb Befnnberê eine nügliche
%erwaltung beê äêermögenê ber ëlïëaifen bnn ihnen nicht erwarten liege).
ïbag nach bem ïnbe beê Giatten bie Qäormnnbfchaft für bie Sëinber
bemjenigen gehührt, ben ber Gáatte hiegu herufen hat 7) (bag alfb bie ällèntter
bann nicht in erfter Sinie bie natürliche ïêurmünberin ihrer Sïinber ift).
· Sa, bag felhft, wenn fie hiegn ernannt wirb, fie bie Qïmrmunbfchaftnicht
allein führen barf, funbern fich einen niünnlichen álliitborinunb an bie Göeite
ftellen laff en ning. S) (Eïnefe ääeftinnnungen finb wol hart, wenn man hebentt,
bag eë fich leicht ereignen fann, bag ber ähüïmllllb ober álliitborïnnnb anf _
einer niebereren Qïilbnngêftufe alê bie ëllèntter felhft ftehen fann.)
@0 auch, bag %IICl1l€lT§]J€ïïD1I€1I hei legten êlïäillenêerflürungen feine
fähigen geugen ahgeben fönnen (alê bh man ihnen iin älllgemeinen nicht
bie gehörige llnificht nnb Cäewanbtheit in Qáefchüften nnb bie erfvrberliche
Gharafteräeftigfeit gntranen fönnte). äöiefe ©efege§$ftelle ift auch hefonberë
· empfinblich in ihrer ïïertirung gegehen. 9)
älm hürteften aber nnb unter llmftänben wahrhaft graufam trifft bie
· verheirateten granen baê Qöefeg, welcheê ber väterlichen Giewalt allein nnb
anêfchlieglich alle Sliechte über Cïrgiehnng nnb Giefchicf ber Sïinber üherträgt
nnb bie Sllëutter baliei gang ühergeht. 10) Sëönnte benn nicht unter 2lufrecht= «
·) 91. B. @1. Qi. §. 21.
2; 21. u. <n. ni. g. 243.
3) n. b. ca. na. §. 245.
t) QL I:. @1 SB. §. 175. ,
5) ill. B. 65. Q3. 174 unb 252.
G; zn. r». es. ns. §. 192.
v) 21. u. m. ns. g. 196.
8) UI. Y). Gi. ?B. §. 211.
9) §. 591 beê a. la. (S5. 58. ïagt: ,,5Die Wütglieber eines geiftlichen Drbenë, Sünglinge unter
achtgchn Sahren, ärauenëperfonen, Cäinnlnfe, Sölinbe, ïanlie uber Gtunime, bann biejenigen, welche bie
êpraihe beê ürhlafïerê nicht uerftehen, fönnen Bei legten Qlnnrbnungen nicht Beugen ïein."
§. 597. 1'agt: 58ei legten Qlnvrbnungen, welche auf Cächifïfahrten nnb in Drten, wv bie tläeft nber
ähnliche anftedenbe Geuchen herrfchen, errichtet merben, finb auch Wlitglieber eine; geiftlichen Drbenë,
_ ïïraiienëperfonen unb Sünalinge, bie baê 14. Bebenêjahr gnrücfgclegt haben, giftige Beugen.
'°) ‘ll. la. ($5. EB. §.148, nnb 152.
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