HomeDie Frauen-Emancipation in ihren SchrankenPagina 21

JPEG (Deze pagina), 1.26 MB

TIFF (Deze pagina), 8.89 MB

PDF (Volledig document), 36.97 MB

I ~ g i
‘ 19
äïëenn alfo ber Cëtaat ber ïsran bie gleiehe ïyreiheit in ber ïïïëahl beê
äerufeê wie bem älïianne nicht gngeftehen lann, anf waê ïann fich alfb bie
%Dï3b€ï1l11g ber ïgranemlïämancipatibn in biefer Qiegiehnng hefihrünlen?
f Qffenhar nnr anf jene äernfêarten, welche bem eingelnen Snbibibnnm eine ¢
freie nnb felhftftünbige ëläragiê eröffnen, wie etwa ber êBernf alê älrgt ober
älbbbeat eê ift. Unb hiefür legen bie äranen anch DDïlI€hmliCf) ihre Bange
ein; hiefür wollen fie mit freiem älnrechte gn ben Uniberfitüten gngelaffen
werben. ïlïir ftehen aber hier wieber anf bemfelhen ëfännlte, anf bem wir f
laei ber ïurbernng für gleiche geiftige Säilbnng ftanben. i
Eenn gehen wir ber êache praltifch gn Sleihe, fu müffen wir nnê ein f
jnngeë, fechgehnjührigeê Elïiübehenbergegenwürtigembaê ehen baê lähmnafinm f
verläät, nnb baê fich nnn erft in allen weihlichen, hiêher bernachlüffigten ‘ f
Qïefchüftignngen nerbblllbmmnen, fich jetggt erft gnm älëeibebbllenbês anêhilben i
full; ein älliübchen, bem nnn non ben Elliünnern fchbn aller Drten gehnlbigt
wirb, in beffen êeele anch hereitë nnwillfürlich bie ëehnfncht nach Cêrfüllnng
feiner natürlichen êöeftimmnng erwacht. @iefeê êlliäbchen full nnn, ftatt fein
­ Qïêefen in heiterer ïêehenëfrifche gn entfalten, fich bem tiefen Cërnfte eineê
langen, mühebbllen Cëtnbinmë ber ëliechtêe uber Qlrgneiwiffenfchaft anf eine, l
_ wir möchten faft fagen, nnnatürliche äïêeife hingehen. älëirb baê bem ëlieige
feineë äïëefenê feinen Cïiintrag thnn? @in ïD langeë nnb ernfteê ëtnbinm
reift ja ben ïsüngling fchbn rwrgeitig gnm 9Jianne, macht ihn leieht pebantifch
nnb nimmt ihm fichthar hun feiner Hrfprünglichteit; welch leibige ä§eränbe=
rnngen wirb eë erft anf baë äïëefen beê jnngen älliäbchenää anêühen. $33irb
baêfelhe nicht allen .S§anch liehlicher ïlëeihlichfeit einhüfçen, wenn eê äahr
nm Sahr mit gefnrchter Cötirne hinter ben Släanbelten fitgt, uber am <?>eeir=
g ïifche mit ahgeftnmpfter ëchen Seichen gerfchneibet! llnb wenn eë bann
' i nicht renffirt (benn nnter äêielen würben eê nnr äïêenige gn Cëtanbe nnb gn
Enbe hringen), waê hringt ihm benn bie fchönften berlbrenen Ssahre gnrücf?
llnb wenn eää renffirt, wenn bann bie Ssnngfran ëäöbctbr heifgt, bann lann
eine .S§eirat über êlèacht baë gange ftblge Gáebünbe wie eine Cëeifenhlafe ¤er=
fchwinben machen; benn ber bolle äëernf ber gran nnb êllintter bertrügt fich
mit leinem gweiten. QBD leiber bie Sinth gwingt, einen êäernf alé @5elb=
erwerh gn ergreifen, ba würe eê wml heffer, einen gn wählen, ber wcniger
V; bie gange geit nnb alle Qrüfte in Qlnfprnch nimmt.
{ ëää mögen wml bie ïêranen felber fühlen, baf; biefe äïernfêarten nicht
ihrem äïiefen angehören, fieh nicht mit ihrer natürliehen Qïeftimmnng alë
äran nnb äDintter vertragen. llnb weil nielleieht hei ëingelnen nnter ïanfen=
ben gnfüllig alle Qïebingnngen bom älnfang an hië in fpüteren ïsahren
gnfammentreffen fönnen, nm einenharmbnifehenCïrfblggn ergielen, barf be§=
hall: ber êtaat allgemeine weibliche llniberfitäten errichten? bem llnver=
i ftanbe maniher ihre Qinber überfehähenben nnb berlennenben Cêltern, ober
bem nermeinten Cïïifer nnb ber jngenblichen êehwärmerei ber ïöchter ïhbr ‘
nnb ïhür öffnen, nm biefe gn äfäriefterinen hun älïêiffenfchaften gn ergiehen,
beren ïragweite fie ehenfb wenig fennen wie bie Gëntfagnngen, bie ihnen
babnrch bereitet würben? €®arf ber @taat feine ïöchter, ftatt gn 3§an~5franen
nnb gn äranen bon allgemeiner Sliilbnng gn ergiehen, gum älèachtheile ihrer
ebelften Eëeftimmnng gn ,,(85elehrten" heranhilben wollen? barf er %brfihnh
2=!=