HomeDie Frauen-Emancipation in ihren SchrankenPagina 17

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gefocft werbe, nm biefe bann nnbefriebigt) bnrch Cïntwöhnnng bemhänêtichen 1
Rreife entrücft, afê nnerqnccftiche gwittergeftaften gn berlaffen.
ï®enn eê ift nbch eine anbere nnb nicht mcnber wichtige ëöetrachtnng
hier gn erörtern, bie wieber anf bie Qirenge hinweift, bie bbn ber áüatnr bem
weiblichen äïëefen gegbgen ift.
äïêir finb bben mit bem llnterrichte ber äbiäbchen beinc fechgehnten
Bebenêjahre ftehen gebfieben, wbbec wir nngeführ fedhës Sahre für bie %Inê=
_ bifbnng anf bem §)‘ieaI=@51)mnafinm rechneten. 2[ber ein Slïiäbchen mit fech=
gehn äahren nnb ein Sïnabe mit biefem Qïtter finb wmf fehr berfchieben,
äïëührenb Ieigterer wirflich nbch ein Rnabe, ift baê ábiiibchen bereitê gnr
bollen äïieife gefangt, fann fich jeben ïag berheiraten, alé äran nnb älïintter
ihren weiblichen 5Bernf beginnen, nnb ben ëtnbien entriicft werben. t
2(bgefehen nnn babbn, bah ber (ëebanfe an biefe ihre niichfte %eftim=
mnng ihr ëinnen nnwiflfürïich befchüftigen wirb (bbgfeich anbererfeitê ,
eben hiefür eine älbïeitnng bnrch Gtnbinm wünfchenêèwerth nnb bbrtheiïhaft
ift), fb mnh fie fich boch jebenfaflê anf biefe êäeftimmnng bbrbereiten bnrch
Cërïernen ber äührnng beë áïuanêhatteê nnb bnrch äïneignen meter ï`$ertig=
feiten, bie ihr namentïich im äïiitteïftanbe nnb bei mähigem Qäermögen nnent= 1
behrïich finb, nnb fann nicht mehr anêfchtiehïich einem ihre gangegect abfbr=
birenben Gtnbinm Ieben, wie bieë fein mühte, wbüte fre fich mit @rfbIg in ‘
~ bie Qïäiffenfchaft bertiefen. Sa, biefeê weiblich äïierben bnrfte anch fchbn
früher nie gang anheräïcht geïaffen werben, nnb mnhte ftetê gtecchen Gchritt
mit chrer wiffenfchaftfichen äïnêbitbnng haften. áïcnn aber tritt eê gang in
ben Qïbrbergrnnb, nnb jebe weitere wiffenfchaftïnhe 2(nêbiïbnng barf für fre
nnr gierbe, nicht aber eingiger gwecf mehr fein. Qïêir wetten hier nicht bon _
bem gerrbiibe fprechen, baê man gnr gretïen ïêeranfchanbchnng bnn erwach=
fenen weibfichen, bnrfchenhaft anftretenben Cêtnbenten entwrrft. äïnch wenn
fie alé ëtnbenten ben ëbeig ihrer ïïëeibfichfeit gn wahren berftnnben (waë
1 ihnen wol etwaë fchwer werben bürfte, nnb waêë nnter $§nnberten nicht (Eine
gn Cätanbe bringen fönnte) fb ift ihre geit fchbn biet gn fehr bon anberem
‘lZhnn in älnfprnch genbmmen, nm gang Cötnbent gn fein. llnb wie wenige
möchten fich chren ëläerhäftniffen nach in ber $3age befinben, bief; überhaupt
V bnrchführen gn fönnen.
1 ïsür biefe äbenigen, wenn fie fich bnrch faner berbiente ‘l[bitnr1enten=
gengniffe qnafificiren, fönnten IUDI 2[l1§lIdf)m§DDï[€flIUg€Il an llncberfitäten
gefchaffen werben." _
F'- *‘ Su äfmerifahat fich eine nicht: nnbebentenbe Qtngaht mm uniberïitäten für bie gulaffung mm
ärauen anägefprvchen. Su Cënglanb geftatten bie Hninerfitütcn (Sambribge, (Ebinbnrgh nnb Dgfnrt ben
granen zürüfnngen, aber ohne Qërlangung beä <l>bct¤r= uber ïbïagiftergrabeä. Sn Cächw eb en ift ihnen baê
ëtnbinm ber 9J2ebicin freigegeben, fbwie (Sgamina für bie ü3ragis. Su sänïtanb bas ëtnbinm bea
%Ip¤thefer=2Befen5. Su Qäeterêbnrg ift an ber nzebicmchirnrgiichen Qitabemie beuäranen eine Qtbtheiïnng
mit bierjährigem änrfnê erüffnet. Su SD en tf ch Ianb nehmen bie Hniberfitüten Qeibeïberg, Qäreäïan, äleipgig,
Sïönigêberg nnb anbere bie äïmanen alé .$§¤fpitantinen auf, machcu biefe ääegüuftignng aber bnn bem
freien ëïïêiüen ber §.B1IDfCfï0ï€ll abhängig. (&ine bcreingeft ftehenbe Qlnënahnie macht bie llniberfität gürich,
nm bie weibïichen unb 1IläNlI[iä)BlI Cêtubenten gïeiche Sïechte gnr Cêrïangnng be~5 änctnrgrabeë befiheu. Sm
Sahre 1872 ftnbirten bafelbft 73 wamen, nnb gwar 61 ëbicbicinerinen nnb 12 s.BI)i[DiDDf)ill81l, nnb waren
biefeïben merfwürbiger äïêeife ber gröfêeren ámehrgahl nach rnffifcher gïtlüülltlmfüï'. Qläährenb im Sahrc 1864
bafelbft nur (Eine Sïnffin immatricuïirt mar, ftnbirten 1872 54 Eamen biefer üiatibnaïität, nnb gwar 44 in
ber mebicinifchen üacnïtüt nnb 10 in ber phiïbfbphiïchen. Bie anberen 9 ftnbirenben ‘£>amen vertheiïten fich auf
anbere Sauber, nnb gwar: äentfche 3 (2 Slïèebicin, 1 *JShiYbfbphie); ëchweig 2 (büïebicin); Befterreich 2 (äBhiIu=
fbphxe) Cbnglanb 1 (Wlebicin); älmerita 1 (ëlïèebicin) ®ie Gulbnie ber rnffifchen Eamen mnrbe in neuefter geit
bnn ber rnffifchen Eïïegiernng anfgehnben, nnb begab fich nach Gtrafaburg, wo bie Sbamen aber nicht bie
öffentïichen GDIIBQICXI befnchen, frmbern ben ltnterricht pribatim in ber ääehaufnug ber ‘,BEDYCüDïB!l empfangcn.