HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 9

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sehen wir, dass uns eine, dieser unserer Stellung würdige Be-
handlung zu Theil werde!"
J Eben deshalb darf auch eine Vorschrift nicht fehlen, deren
Befolgung eine Ueberfüllung der Zuschauerräume wirk­
sam verhindert. ·
Während man bei dem Baue irgend welches öffentlichen ,
Gebäudes stets bestrebt gewesen, sowie noch immer bestrebt
ist, und zwar hauptsäehlich aus Schönheitsrücksichten, j
dasselbe nach allen Seiten hin frei zu halten, wurde bisher
bei der Anlage der Theater dieser, hier aus Sicherheits- i
'rücksichten gebotene Grundsatz leider nur in den selten- ~
sten Fällen befelgt.
Es ist klar, dass nur durch eine derartige Dispositicn die
erwünschte Zertheilung des aus dem Theaterraume tretenden
Mensehenstromes erreicht werden kann, da nur die Möglichkeit
einer thunlichst zahlreichen Ancrdnung von Austrittsöffnungen ;1
die Erzielung einer schleunigen Evacuirung des Schauspielhauses
zu unterstützen vermag. l
Noch wäre der Umstand hervorzuheben, dass, je einfaeher
die Anordnung der verschiedenen Zuschauerraum­Olassen, je
weniger ,,chinesische Mauern" zwischen denselben vorhanden, ·
kurz je einheitlicher, übersichtlieher und seltener unterbroehen
das Theaterinnere angelegt wird, desto leichter eine Orientirung
_ des Publicums, desto fernerliegend eine Beängstigung desselben, ,
desto erfolgsicherer die Entleerung des Hauses zu gewärti- A
ç gen steht. ,
Darum glauben wir, dass die Anlage einer einzigen, grossen, gg
über dem Parterre sich amphitheatralisch aufbauenden Galerie ,
` als besonders zweckmässige Theaterconstruction jedenfalls ein- g
gehend in Erwägung gezogen werden sollte. Freilich würde
T eine sclche Bauanlage dem nach äusseren Effecten eifernden L
Dec0rati0ns­Architekten keine zu dankbare Aufgabe bieten;
é allein, scllte der tausendfältige Dank des Publicums, das in :
einem solchen Hause Bequemliehkeit und Sieherheit fände, kein .
{ genügendes Aequivalent hiefür sein?
; Hier möchten wir noch den Aussprueh thun und glauben
kaum damit Widerreden zu begegnen, dass jene Theater-
anlagen ­­ wir haben ausschliesslieh die Sicherheit des Publi-
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