HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 45

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örtern, da wir den Rahmen dieser Schrift überschreiten würden.
Jedoch möchten wir allen Jenen, die es angeht, in dieser Hin- ‘
_ sicht eine etwas materialistischere d. i. menschlichere Auffassung
der Dingc empfehlen. A
. Die öiïentliche Hygiene, die Gesundheits­ und Sicherheits­
tedhnik sind Dinge, welche wir als die Grundfesten jedes
Gemeinlebens ansehen; cb diese Ansicht allgemein ist und
darnach auch vcrgegangen wird, möge sich Jeder nach Be-
lieben selbst sagen. Wir müssen uns aber beschamt eingestehen,
· dass wir in dieser Beziehung um Jahrhunderte zurück sind,
und zwar insofern, als wir schon langst hatten Einrichtungen
schaffen können, die erst zukünftige Generationen treffen werden;
‘ Einrichtungen, deren evidente Gemeinnützigkeit und Unentbehr­
g lichkeit auch heute Wehl nicht effen gelaugnet, cb der g`2lllZ
abscheulichen Tragheit unserer Geschlechter aber immer noch
1 nicht zum praktischen Ausdrucke gebracht werden.
J, In unserem aufgeklarten Jahrhundert treten wir nach
·· acht-, zwölf­, siebzchnjahriger Schulbildung in’s praktische
` Leben, schwer beladen mit unnützen Kenntnissen, die uns aus
langst entschwundenen Zeiten überkommene Schulprcgramme
aufbürden; rathlcs und chnmachtig stehen wir aber da, wenn
wir von einem Unfalle überrascht, die Gefahr, vvelche unserem
-" Leben oder unserer Gesundheit drcht, bannen sollenz Wir haben
leider vvahrend der ganzen langen Zeit - dem Fünftel un-
serer Lebenszeit - die wir unserer Ausbildung und Erziehung
l cpfern mussten, nie ein Wcrt über die Disciplinen der Gesund­
rl heits­ und Sicherheitstechnik und öffentlichen Hygiene gehört.
Dafür sind wir aber in der Lage, bis auf die Minute genau,
· die Zeit anzugeben, welche vor vielen Jahrtausenden ein Jonas
Q in der Bauchhöhle eines fabelhaften Fisches zugebracht! Dafür
" sind wir in der Lage, ausführliche Kunde zu geben über den
· Sprachaccent langst vergangener Völkerstamme! Dafür haben
3 wir erhebende Wissenschaft davcn, dass die Jahreszahl 222
, v. Chr. als das Jahr der Schlacht bei Sellasia nicht für un-
li zvveifelhaft angesehen werden darf! ,....
fi Wenn nun Klügere als wir an der Ueberzeugung fest-
Il halten, es seien Bibel, Philolcgie und Weltgeschichte für unser
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