HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 40

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Wenn also Vorsiehtsmassregeln getroffen werden, sc müssen
sie erschöpfend zur Anwendung kommen. Eine einseitige i
Ancrdnung derselben wäre ebensc unverzeihlich und zwecklos, ‘ ‘
wie deren gänzlicher Mangel*)l
0. Bül‘gS0llá­ftGIl für die Wirksamkeit der Siche1·heits­ ,
Y0l‘k0h1‘llllgBIl• ä
Wir könnten den Gegenstand, welcher mit dem v0rstehen­ ,
den Titel charakterisirt erscheint, von dem gewöhnlichen Ge-
_ siehtspunkte betrachten und mit wenigen Wcrten erledigen. v
Wir könnten hervorheben, dass es - will man sich der Wirk-
samkeit der getrcifenen Sicherheitsvorkehrungen vergewissert
halten - erfcrderlich wird, beispielsweise die einzelnen in ,
einem Theater vcrhandenen Apparate, welche die Bestimmung l
haben, eine Gefahr zu verhindern, beziehentlich die Folgen
eines eingetretenen Unfalles zu verringern oder ganz unschäd­ d ;
lich zu machen, täglich , und zwar nicht allzulange (etwa
eine Stunde) vor Beginn der Vcrstellung, als dem meist ge- ï`¥’
fährlichen Zeitabschnitte, auf ihre Taugliehkeit zu prüfen. Wir ¥·
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*) Wenngleich wir uns verleitet fühlten, auch dem Rettungs
wesen bei Theaterbränden einige Sätze zu widmen, so hätte uns die
Beliandlung dieses Gegenstandes doch etwas zu weit geführt. Es möge
jedoch angedeutet werden, dass in keinem Theater ein Sprungtuch oder
ein Rettungsschlauch, sowie eine Rettungsleiter - von geniigender T
‘ ` Länge - fehlen scllten. Mit Bezug auf die letztere vermögen wir Y
kaum unser Erstaunen zu unterdrücken über den Umstand, dass eine I
» ,v0n einem Mailänder Baumeister ccnstruirte Leiter - nach dcssen Namen
l Scala Po rta genannt -- in Wien noch gar nicht eingeführt ist. Diese
P0rta’schen Leitern, welche auf einem leicht beweglichen vierräderigen
E Gestelle ruhen und je nach der Grösse den Aufstieg bis zu einer Höhe l
von 30 Metern und mehr ermöglichen, sind cb ihrer grossen Handlieh­ V
keit und praktischen Verwendbarkeit in zahllcsen Städten Italiens und V
Südfrankreichs zu den verschiedensten Zwecken in Uebung. Alle Ban- i
meister besitzen dort wenigstens je eine sclche Leiter; was aber für
uns wichtiger ist, haben die italienischen Feuerwehren fast ausschliess- '
, lich für ihre Zwecke an Stelle der vor vielen Jahren in Verwendung
gestandenen Schubleitern, die ‘Leitern Portals adcptirt, welche nach V
ganz kurzer Zeit im Hinblick auf ihre ausserorclentlichrasche Aufstell­ g
barkeit und besondere Stabilität die ersteren ganz aus dem Felde ge·
schlagen haben. Z
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