HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 25

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Nur in dieser Art erhielte man ein vom übrigen Theater-
inneren ganz unabhängiges, weder durch Luftzug noch durch;
etwaigen Qualm zu beeinflussendes Nothbeleuclitungssystem,
‘* auf das man sich im Falle einer Gefahr mit einiger Beruhi- _
gung vvenigstens verlassen könnte. Ob nicht auch die Gas-,
dammen der norm alen Stiegen­ und Gängebeleuchtung in
dieser Weise anzubringen waren, verdient umsomehr mit einiger
Aufmerksamkeit überdacht zu werden, als in einem solchen
Falle unter Umständen die Noth­Oelbeleuchtung ganz vvegfallen
könnte, vorausgesetzt, dass man mit der Eventualität eines
Ti plötzlichen Versagens der Gasbeleuchtung nicht mehr zu rechnen
gesonnen ware.
Nicht ausser Acht zu lassen ist noch der Umstand, die
Nothlichter, wo thunlich, alternirend rechts und links anzu-
ordnen, um eine gleichmässige Erhellung der Räume erzielen
zu können.
Hcézzmgm. - Selbstredend vverden heutzutage in Theatern
sowie in anderen öffentlichen Gebäuden nur Centralheizungen
angeordnet, ein Gegenstand, der in neuerer Zeit mit besonderer
Sorgfalt fachmännisch gehandhabt vvird und über den wir mit
~­ Rücksicht auf die Feuersicherheit in den Theatern nur allge­
mein bemerken wollen, dass die Centralöfen, sovvie überhaupt
die ganzen Heizkammern derart feuersicher isolirt werden
müssen, dass die Ausbreitung eines Brandes von diesen Stellen
_ aus unmöglich gemacht vverde.
Gleichzeitig darf nicht ausser Acht gelassen werden, die
Schornsteine, besonders aber die Dampfschornsteine möglichst
hoch über das Dach zu führen und überhaupt mit jenen An-
stalten zu versehen (Funkenfänger etc.), vvelche eine Gefähr­ _
dung der Umgebung derselben hintanzuhalten geeignet sind.
Vcemllazfioncaz. ­ Wenngleich eine Ventilationsanlage im
grossen Ganzen betreffs der Feuersicherheit keinen Erörterungs­
grund bietet, so glauben wir doch darauf hinvveisen zu sollen,
i, dass für die persönliche Sicherheit "in den Theatern eine gute
i und ausgiebige Ventilation keinesvvegs zu unterschä,tzen ist und
Ik dass, Wenn beispielsvveise im Ringtheater für den Abzug der
I verunreinigten Luft besser gesorgt gewesen wäre - möglicher­
r weise die bei dem unglückseligen Brande entwickelten Ver-
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