HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 23

JPEG (Deze pagina), 904.85 KB

TIFF (Deze pagina), 7.41 MB

PDF (Volledig document), 44.28 MB

... 21 ..
` W mit Phlegma sagen, es sei wahrscheinlich durch eine ,,innere
technische Ursache in den elektrischen Apparaten" das vor-
, iibergehende Versagen der Lampen veranlasst worden? Mit
O nichten! Das Publicum wird in einem solchen Vorfalle einzig
und allein die Imminenz einer Katastrophe erblicken wollen und,
von begreiflichem Angstgefühle geleitet, an die Flucht, an die
unter derartigen Umständen lebensgefährliche Flucht denken!
Wenn sich also eine Reservebeleuchtung neben der elek-
trischen -- in einem Theater oder in ähnlichen stark besuchten
Zusammenkunftsorten - als unerlässlich ergibt, so wird der
t letzteren nach unserer Ansicht, so lange ihre absolute Verläss-
lichkeit nicht erprobt ist, kaum eine praktische Seite abzu-
gewinnen sein.
Auch die Nebenräume, welche dem Publicum zugänglich
~ sind, sollen während der Zeit des Theaterbesuches ausnahms­
los beleuchtet sein, und sollte sich überhaupt während der Dauer '
i der Vorstellung im ganzen Theatergebiaude k ein unbeleuchteter
Raum beiinden. In Rätumen, wc Gasluster in Verwendung
stehen, wäre es sehr wünschenswerth, wenn an der Stelle, an
welcher aus dem Plafond das Hauptrohr zum Luster gelangt,
in geeigneter Weise die Mündung eines in’s Freie führenden
Schlotes angebrachfwürde, um den Verbrennungsproducten den
Abzug ermöglichen zu können. Im Uebrigen kann die An-
empfehlung genügender Ventilationsanstalten in allen
Räumen nicht oft genug wiederholt werden.
N0t72beZeucht‘z.mg. - Nachdem wir uns schon mit der Be-
leuchtung befassen, soll, anstatt an anderer Stelle, gleich hier
die Nothbeleuchtung erörtert werden, und mochten wir gleich
von vorneherein Alle, die es betrifft, warnen, sich in dieser
Beziehung einer einseitigenläehandlung des Gegenstandes schuldig
zu machen.
Nicht nur in ,,Ausgängen und Communicationen"*) erscheint
eine Nothbeleuchtung unumgänglich erforderlieh: kein Raum
,e, des Theaters, welcher dem Publicum zugänglich, darf einer
Q *) Siehe die nicht in Wirksamkeit gesetzte Wiener Theaterbetriebs-
ordnung vom 9. April 1881, Absatz 10. Wir können uns nicht ent-
, halten, an dieser Stelle die Bemerkung zu machen, dass diese Betriebs­
l ordnung, wenngleiclr ihr der gute Wille, die Theatersicherheit zu
1