HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 22

JPEG (Deze pagina), 886.88 KB

TIFF (Deze pagina), 7.41 MB

PDF (Volledig document), 44.28 MB

T - 20 -­
lingbrennern, wie wir zu beobachten Gelegenheit hatten, in
5 S e e u n d e n hewerkstelligte.
` Zum Anzünden der Oeulissen- und überhaupt der anderen ‘
Brenner, auch jener des Zuschauerraumes, kann Spirituslicht ·
ganz gefahrlos in Gebrauch kommen, nur darf dasselbe nie-
, mals offen brennen, sondern muss in einem Gehäuse mit ver-
· schiebbarem Mantel untergebracht werden, auf dessen nähere
i Beschreibung hier nicht weiter eingegangeu werden kann.
‘ Die Beleuchtung des Zuschauerraumes ist wohl
, in den meisten Theatern verhältnissmässig zufriedenstellend p
I v0rgen0mmen*) und ist darüber betreffs der Feuersicherheit
· nicht viel zu bemerken; nur wäre vielleicht zu untersuchen,
. 0b nicht auch in allen Zuschauerräumliehkeiten Aspirati0ns­
brenner in Verwendung kommen scllen.
Dass die Gasleitungen des Zuschauerraumes von jenen `
der Bühne getrennt sein sollen, wurde bereits an anderer ­
x Stelle berührt.
_ Da und dort taucht neuestens die Frage der elektrischen
_ Theaterbeleuchtung auf. In dieser Beziehung möehten wir
1 nun Folgendes zu bedenken geben: Abgesehen von der Möglich­
keit, dass auch die elektrische Beleuchtung erfahrungsgemäss
[ (Pariser Grand Opera) einen Brand verursachen kann, wird
` selbst der sanguinischeste Elektriker nicht läugnen können, dass
dieselbe das eine oder das andere Mal, u11d wenn auch nur für
{ Minuten, doch versagen könnte, dass daher eine Reserve­
Qi beleuchtung - wofür wohl das Leuehtgas in erster Linie in
- Betracht zu ziehen käme -­ neben der elektrischen angeordnet
werden müsste. Es kann uns nach dem heutigen Stande der
{ elektrischen Illumination keinerlei Einwand von der Uebe1‘­
flüssigkeit einer solchen Reservebeleuehtung überzeugen. In
· einem, Theater, we das Publieum bei dem geringfügigsten
1 anormalen Vorkommnisse unmittelbar in die angstvollste Auf-
, regung geräth, wird sich dasselbe im Falle des plötzliehen
Erlöschens der elektrischen Lampen, in tiefe Finsterniss gehüllt, ti
*) Wir miissen aber darauf aufmerksain machen, dass in den Q
1 Galerien mancher Theater die Beleuehtung absolut unzureichend ist
und eine Vermehrung der Lichter mit Riicksieht auf die persönliche t
Sicherheit unbedingt erforderlich erscheint. l
I

I ` 1