HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 18

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Urnständen unmöglich. Deshalb sol]. mit dem Abschliessen
der Gasmesser - im Falle eines Brandes - bis zum äusser-
sten Augenblicke ahgewartet, oder noch besser, die Abspe1·­ » Y -
rung der Gasleitungen erst von der Strasse aus vorgenommen E E
werden, und zwar dann, wenn die Ueberzeugung geschöpft
wurde, dass die in dem Brandobjecte etwa noch brennenden
Gasflammen Niemand mehr von Nutzen sein können.
Eine besondere Aufmerksamkeit mussen wir der Bühnen­
beleuchtung zuwenden, da diese wohl stets noch der Aus-
gangspunkt aller Theaterbrände gewcsen. Dies erscheint um .
so begreiflicher, wenn man bedenkt, wie viel brennbare Stoffe
auf einer Bühne und in den dazugehörigen Räuxnen aufge·
stapelt sind und mit welchem unverantwortlichen
Leichtsinne auf den Bühnen ­­ vielleicht auf allen _
Bühnen der Welt - offene Flammen in unmittelbarer
Nähe brennba1·erStoffe angeordnet werden.
Es ist uns nicht mit voller Bestimmtheit bekannt, in
welcher Wcise in Wien die Bühnenbeleuchtung allgemcin be- A
werkstelligt ist, doch gehen wir kaum irre, wenn wir nach
unseren oberflächlichen Beobachtungen glauben, dass die Bühnen i
Wien’s Run dbrenn er mit Glascylinder in Verwendung haben, ‘
l bei der Soffitenbeleuchtung - der gefährlichsten - v
aber einzelne Reihen offener Gasflammen in Anwendung
kommen. · _
¥ Wir mussen nun im Interesse der Feuersicherheit in den
Theatern das absolute Verbot offener Flammen zur , _
Bühnenbeleuchtung empfehlen, und zählen wir auch die ge-
bräuchlichen Rundbrenner, trotzdem ein Glascylinder
die Flamme umgibt, zu den offenen Flammen; erscheint
do_ch die Nichtentzündung eines brcnnbaren Gegenstandes
durch die den Cylindern entsteigendcn heissen Gase von derlei
Gaslampen nicht gewährleistet!
. In dieser Hinsicht finden wir cs geradczu unbcgrciflich, A _
dass unsere Bühnen noch nicht die Gasrundbrenner
m it aspiwèvtcr F lam m e ausschliesslich zur Einführung gebracht ‘
E haben, nachdem sich dieses Beleuchtungssystem in Frankreich
und Italien seit J ah ren vortreiïlich bewährt hat. Zwar
fanden wir dieses System gewöhnlich nur zur Rampenbeleuch­
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