HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 15

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_ Die Thüren hingegen, welche ‘zu Aborten oder selchen
à Räumen führen, von denen kein weiterer Ausweg weitergeht,
Q müssen Schiebethü ren sein und durch ihr eigenes Gewicht
von selbst zugehen können; dieselben dürfen ausserdem an ihrer
dem Zuschauerraume zugekehrten Seite keine Thürschnalle
besitzen, sellen nur von den Theaterdienern geöiïnet werden
können und sind senst immer verschlossen zu halten. Warum,
wird sich wohl Jedermann vergegenwärtigen können: In der §
verzweifelten Eile der ilüchtenden Menge würden Viele sich in I
‘ _ derlei Räumen bergen wollen und geriethen hiebei geradezu in
eine Mausefalle, w0 sie unrettbar verloren wären. (Im Ringtheater
fanden sich in den Aborten nicht wenige unversehrte Leichname
von Theaterbesuchern, die da dem Erstickungstcde zum Opfer i
iielen.) Die L0 gent hür en müssen, wenngleich eine allzugrosse ‘
Anhäufung ven Menschen in den Logengängen nicht zu gewär- `
tigen steht, dennech nicht nach diesen, sondern nach innen
zu öiïnen sein, wedurch wenigstens wahrscheinliche unbedeuten­
dere Unglücksfälle gleichfalls ven vcrneherein vermieden werden.
Draperien, Vorhänge u. s. w. an den Ausgängen sind I
bedingungslos unter Verzicht auf den diesfalls gefährlich en
' Luxus zu untersagen; wü1·de ein s0lcherV0rhang herabfallen
oder unwillkürlich auf den Boden gerissen werden, se ergäbe
sich für die herabeilende Menge ein Hinderniss, über das sie
stelpern und fallen könnte. Eine weitere Ausführung der Folgen
i davon dürften wir uns ersparen können.
Sitze. - Bezüglich der Sitzreihen beschränken wir uns d
auf die Bemerkung, dass es für den leichten Verkehr der 1
i Theaterbesucher, besonders in Nethfällen, ven nicht zu I
i untersehätzender Wichtigkeit ist, alle Sitzreihen, seien diese in
den Galerien oder im Parterre, möglichst häufig zu unter- ”
l brechen, um dadurch thunlichst zahlreiche Zwischengänge zu
i schaffen und in dieser Weise dem Publicum das rasche Ver-
i lassen der Sitze, mittelbair des Theaters selbst zu erleichte1·n.
In dieser Hinsicht halten wir als Regel fest, dass nie mehr
als sechs Sitze ununterbrochen nebeneinander dis-
ponirt werden scllen; auf den Raumverlust, welchen dadurch
_ die Theaterunternehmungen zu erleiden haben, darf wohl I
begreiflicherweise keine Rücksicht genommen werden.
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