HomeZur Sicherheit des Lebens in den Theatern mit besonderer Berücksichtigung der TheaterbrändePagina 11

JPEG (Deze pagina), 912.31 KB

TIFF (Deze pagina), 7.39 MB

PDF (Volledig document), 44.28 MB

i _ 9 _
g .
dienen, wenn thuulich readaptirt und in geeigneter Weise dem
Publicum zur Verfügung gestellt werden. Wc derlei Locale
nicht bestehen, muss eben durch die Verhinderung der
Ueberfüllung der für die Zuschauer bestimmten
Räume dafür Serge getragen werden, dass die be-
hördlich festzustellende Maximalzahl von Zu-
schauern bequem in den noch frei bleibenden l
Räumen verkehren könne.
Nur in dieser Weise wäre es möglich, die Gefährlichkeit i
der schon bestehenden Theatergebäude, wenn nicht ganz zu
*" beheben, doch wesentlich zu verringern. Dass durch eine der-
artige Verminderung der Zahl der Theaterbesucher den Theater-
unternehmungen pecuniäre Nachtheile erwachsen, sehen wir »
vollkcmmen ein, können aber natürlicherweise zur Behebung T
` derselben die Sicherheit ven Tausenden von Menschen nicht i
preisgeben. Die Sache stellt sich in dieser Beziehung klar und l
einfach: Entweder wird in den Theatern eine Ueb erf üllu n g
der Zuschauerräume behördlich verhindert, oder aber ‘
¢
' das Theater mussgeschlossen, umgebaut oder neugebaut werden. T
T Die Schauspielunternehmungen werden übrigens auch, ins-
besondere durch ein entsprechendes Verhalten des Publicums
zur Einsicht gelangen müssen, dass die Theaterbesucher -
i gleichgiltig, cb der letzten Galerie oder der theuersten Plätze -­
_ nicht allein als Beute zu behandeln seien, scndern dieselben
_ für die entrichteten Eintrittspreise z um Min d esten auch das
i Recht haben, die Sicherung des eigenen Lebens und einige
Bequemlichkeit zu fcrdern. 1
ln dieser Hinsicht zu erlassende - und zu befclgende ­-
behördliche Vorschriften zur Hintanhaltung einer Theaterüber­
füllung wären nie streng genug. Die behördlich festzustellende
Maximalzahl von zulässigen Theaterbesuchern dürfte niemals
überschritten werden ;­w0durch noch der andere Vcrtheil erreicht
‘ würde, dass das wahnsinnige, ja lebensgefährliche Drängen
und Pferchen an den Theatereingängen vor Eröifnung der
" Cassen ebenfalls sein Ende fände.`
Derlei Unsitten sind einer Grcssstadt und eines cultivirten
Publicums unwürdig. Allein das Publicum will auch in dieser
Hinsicht erzogen sein, und es wird sich erziehen, sobald es die
l