HomeEssai critique et notes sur l'altération officielle des documents belges: le second livre blanc allemand (Aktenstücke zum KPagina 95

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l n e de ~` .
SECOND LIVRE BLANC ALLEMAND 93
it gi noch zu beschleunigen, damit die englischen Truppen
zwischen dem 11. und I2. Tage bei uns sein könnten. Die
g ij glücklichsten, günstigsten Resultate können durch eine
' gemeinsame und gleichzeitige Aktion der verbündeten Streit-
it je mächte erreicht werden. Es würde aber im Gegenteil einen
ernsten Misserf0l_ bedeuten, wenn das Zusammenwirken
d , nicht stattfinden (könnte. Der Oberst Barnardiston ver-
° g sicherte mir, dass alles zur Erreichung clieses Zweckes
Tl getan werden würde. _
)`_ " Im Laufe unserer Unterhaltung hatte 1ch Gelegenheit, den
it p englischen Militärattaché daven zu iiberzeugen, dass wir
H gg willens seien, soweit das möglich sei, die Bewegunqen des
LQ Feindes zu hemmen und uns nicht gleich von Anlang an
t_ rl nach Antwerpen zu flüchten.
x_ ll Seinerseits teilte mir der Oberstleutnant Barnardiston
n mit, dass er zur Zeit auf eine Unterstützung oder eine Inter-
_l_ vention Hollands wenig Hoffnung setze. Er teilte mir
' zugleich mit, dass seine Regierung beabsichtige, die engli-
is sche Verpflegungsbasis von der 'französischen Küste nach
C Antwerpen zu verlegen, sehald die Nordsee ven allen deut-
Qg schcn Schilïen gesäuhert sei.
" { Bei allen unseren Unterhaltungen setzte mich der Oberst
D regelmässig von den vertraulichen Nachrichten in Kenntnis,
X ¤ die er über die militärischen Verhältnisse bei unseren
f; östlichen Nachbarn erhalten hatte. Zur selben Zeit betonte
;_ er, dass für Belgien eine gebieterische Notwendigkeit vor-
ïr Q liege, sich dauernd darüber unterrichtet zu halten, was in
L rïë dem uns benachbarten Rheinland ver sich {ghe. Ich musste
gé ihm gestehen, dass bei uns der ausländische eberwachungs­
T ' dienst in Friedenszeiten nicht unmittelbar dem Generalstab
' V unterstehe, wir hätten keine Militärattachés bei unseren
H Gesandtschaften. Ich hütete mich indessen sehr, ihm ein-
G , zugestehen, dass ich nicht wusste, eb der Spionagcdirnst,
__ _ fi _ der durch unsere Pieglements vcrgeschrieben ist, in Ordnnng
H 9 war oder nicht. Aber ich halte es für_meine_Pi`licht, hier auf
lt diese Lage aufmerksam nu machen, die uns in einen Zustand
S f olïenbarer Unterlegenheit gegenüber unseren Nachbarn und
S W eventuellen Feinden versetzt.
e i Generalmajor, Chef des Generalstabs.
r `°` Unterschrift.
S r Newz.
1 er Als ich den General Grierson während der Manöver
g A 1906 traf, versicherte er mir, dass die Pieerganisation der
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