HomeEssai critique et notes sur l'altération officielle des documents belges: le second livre blanc allemand (Aktenstücke zum KPagina 92

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Iig; 90 LES POURPARLERS DIPLOMATIQUES è
ill Barnardiston gehabt babe, und die Gegenstand meine1 1
mündlicben Mitteilungen waren. Der erste Besuch datieri
lg v0n Mitte Januar. Herr Barnardiston machte mir Mit-
teilung von den Besorgnissen des Generalstabes seines
[Ei Landes binsichtlicb der allgemeinen politiscben Lage und
lg`· wegen der Möglichkeit eines alsbaldigen Kriegsausbrucbes.
i Eine '[`ruppensendung von im ganzen ungefähr 100.000 Mann
j; sei für den Fall vorgesehen, dass Belgien angegriiïen würde.
Der Oberstleutnant fragte mich, wie eine solche Mass- 1;
_’= regel von uns ausgelegt werden würde. Ich antwortete ibm,
dass es vom militäriscben Gesichtspunkte nur günstig sein i
ll. könnte, aber dass diese Interventionsfrage ebensosebr die E
i_ politiscben Behörden angehe, und dass es meine Pilicht sei,
dav0n alsbald dem Kriegsminister Mitteilung zu machen.
`· Herr Barnardiston antwortete mir, dass sein Gesandter f
in Brüssel darüber mit unserem Minister des Auswärtigen
l sprecben Würde. _ V
%· Er luhr etwa folgendermassen fort: Die Landung der L
’ i englischen Truppen würde an der französiscben Küste statt­ _
., finden, in der Gegend von Dünkirchen und Calais, und .
E zwar Würde die Truppenbewegung möglicbst bescbleunigt `.
gi Werden. Eine Landung in Antwerpen würde viel mehr Zeit E
5 erfordern, Weil man grössere Transportscbitïe brauche, und "’
’_ andererseits die Sicherbeit weniger gross sei. Y
i; Nachdem man über diesen Punkt einig sei. blieben noch ­;
lt verscbiedene andere Fragen zu regeln, nämlicb: die Eisen- Q
· babntransporte, die F rage der Requisitionen, die die engliscbe 1
· Armee macben könnte, die Frage des Oberbefehls der ver- I
· bündeten Streitkräfte. 1
Er erkundigte sich, ob unsere Vorkebrungen genügten, ä
I, um die Verteidigung des Landes wäbrend er Ueberfabrt I
und der Transporte der englischen Truppen eine Zeit, die
` er auf etwa zebn Tage scbätzte, sicherzustellen.
» Ich antwortete ibm, dass die Plätze Namur und Lüttich
mit einem Handstreich nicht zu nehmen seien, und dass
i` unsere 100.000 Mann starke Feldarmee in vier Tagen im-
c stande sein würde, einzugreifen.
, Nachdem Herr Barnardiston seine volle Genugtuung ­,
über meine Erklärungen ausgesprochen batte, betonte er,
' 1. dass unsere Unterredung absolut vertraulich sein sollte, E.
2. dass sie seine Piegierung nicht binden sollte, 3. dass sein
Gesandter, der engliscbe Generalstab, er und ich allein über .­ §
1 die Angelegenheit unterrichtet seien, Z;. dass er nicht Wisse,
| ob man die Meinung seines Souveräns vorher eingebolt babe. I
In einer folgenden Unterredung versicberte mir der Oberst-