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Ueber Nahrung und Fleischextract. 55 li
stand, ein wenn auch geringer Ueberfluss, es reicht nicht immer
aus, bless se viel zu haben, um die ausserste Nethdurft damit zu
declren. Es ist ebense, als wenn man einen Organismus in seiner
Wärmeerzeugung auf ein Maass beschränlçen wellte, bei dem er
gerade ver dem Erfrieren geschützt wird, und Alles, was darüber
ist, für überflüssigen Luxus erklären wellte.
Ein lehrreiches Beispiel gerade im Hinblick auf die Salze im
Fleischextracte ist der Gebrauch des Kechsalzes, welches gleich­
falls Nahrungssteff und Genussmittel zugleich ist. Man kann sagen,
« auch das Kechsalz aus den Salinen sei nur Genussmittel und ein
Luxus, denn die unerlassliche Menge für die Blutbildung sei sehen M
in den natürlichen Nahrungsmitteln enthalten, und je mehr man
senst der Nahrung der Menschen und der Thiere beimische, deste ïiï
mehr werde sefert in ihrem Harn auch wieder ausgeschieden. Der
Mensch lässt diese Theorie heutzutage wehl nicht mehr auf sich ïè
selbst anwenden, aber in vielen Gegenden wird dech der ganze
Stand an Hausthieren anrh gegenwartig nech ehne den Gebranch
, ven Kechsalz aus Salinen erhalten. Die zur Blutbildung abselut
J nethwendigc Menge ist allerdings in den gewöhnliclien Nahrungs­
mitteln der Thiere sehen verhanden, denn senst müssten sie ja zu
Grnnde gehen, -- jedech man trage erfahrene und erfelgreiche il
Viehzüchter, eb sie es deshalb für überflüssigen Luxus haltenq u
Steinsalz zum Leclcen zu geben, eder etwas Kechsalz unter das W
Futter zu streuen`? Alle Landesregiernngen betrachten es . ihre
Pfiicht, für eine hinreichende Lieferung ven Viehsalz an alle Laiicl-
’ wirthe Verserge zu treüen. Mit dem gleichen Rechte und ï·'0r~
theile, als wir in der täglichen Nalirung mehr Kechsalz zuführen,
als ein Organisnius gerade zu seinem nethdürftigsten Bestehen
braucht, dürfen wir auch Fleischextract unseren Nahrungsmitteln
« und selbst dem Flcische nech hinzufügen, ehschen letzteres bereits
eine bestimmte Menge daven enthält, und dennech eine gunstige ti
Wirkung daven erwarten. Es ist eine merkwürdige Thatsache, l
dass gerade in zwei Stadten, we neterisch das meiste Fleisch ver-
haltnissmässig verzehrt wird, in Londen und in Hamburg, auch
der Censum an Fleischextract der verhaltnissmïtssig höchste bisher A
geworden ist. L
liine Frage möchte ich noch beantwerten, nëtmlich eb denn
die Fleischbrühe und das Fleischextract nicht init anderen, wehl-
feileren Mitteln ersetzt werden könnte? Darüber kann nur die T
Erfahrung entscheiden, die einstweilen noch für die Fleischsuppe tv.
spricht, und wahrscheinlich auch nech langer dafür sprechen wird. _
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